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Rapssorte InV1055: Stark im Ölgehalt, auf schwächeren Standorten und in der Frühsaat

05 Jul 2017
Nicht der beste Boden? Dann ist InV1055  vielleicht genau die richtige Sorte. Die 2016 neu zugelassene Winterrapshybride von Bayer zeigte sich in der dreijährigen Wertprüfung nämlich besonders auch auf mittleren und schwächeren Standorten äußerst leistungsstark - und war gerade dort den Verrechnungssorten besonders überlegen. Auch die Ölgehalte erreichen in den Versuchen Spitzenwerte. Eine Sorte also, die auf überdurchschnittliche Marktleistungen bei der Rapsernte hoffen lässt.

Dreimal die Note "8"

>> InV1055 wurde im Rahmen der vom Bundessortenamt durchgeführten Wertprüfung in den Jahren 2014 bis 2016 auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende gab es im Dezember 2016 die Zulassung vom Bundessortenamt und hier dreimal die Note "8" (hoch bis sehr hoch) *: für die wichtigen Merkmale Kornertrag, Ölgehalt und Ölertrag. Besonders beeindruckend war dabei vor allem der hohe Ölgehalt der Körner. "Hier kann man wirklich von einer sehr guten Acht sprechen", erläutert Angela Jürs, Kundenmarketing Raps bei Bayer CropScience Deutschland. Im Dreijahresmittel der Wertprüfung lag der Gehalt bei 43,7 Prozent Öl. Damit konnte sich >> InV1055 an der Spitze des gesamten Prüfsortiments platzieren. Keine andere Rapssorte des Zulassungsjahrgangs wies im Mittel einen höheren Ölgehalt als die Bayer-Hybride auf. Und weil auch der Kornertrag überdurchschnittlich war, gab es für den - für die Vermarktung wichtigen - Ölertrag ebenfalls eine "8".

InV1055 zeigt Top-Ölgehalte: Ölgehalt in der Wertprüfung 2014 - 2016

Für den einzelnen Landwirt lohnt dabei aber auch der Blick auf die regionalen Unterschiede. Bundesweit wurde InV1055 im Rahmen der Wertprüfung an 33 verschiedenen Standorten getestet, die sich wiederum auf alle 13 Flächenbundesländer verteilten. In vielen Bundesländern konnte sich die Hybridsorte in Sachen Ölertrag zum Teil sehr deutlich vom Mittel der Verrechnungssorten abheben. So lag der relative Ölertrag der in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Versuche bei satten 110 Prozent – also zehn Prozent besser als das Mittel der Referenzsorten. Auch in Nordrhein-Westfalen (106%), Schleswig-Holstein, Brandenburg, Hessen (jeweils 105%) und Niedersachsen (104%) übertraf der Ölertrag von InV1055 das Mittel der Verrechnungssorten eindeutig. Bundesweit kam die Sorte im Mittel über alle Wertprüfungsstandorte auf 104 Prozent.

Nach der besonders guten Performance von >> InV1055 während der Wertprüfung in ihrem Bundesland hatte die Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern die Sorte sogar schon ein Jahr früher als Direktaufsteigerin in einige Landessortenversuche aufgenommen. Das Ergebnis des Bundessortenversuchs, in welchem InV1055 zur Ernte 2017 geprüft wird, wurde damit gar nicht mehr abgewartet. Ein Vorgehen, das klar für die guten Leistungen der Hybride während der Wertprüfung spricht.

Je schlechter die Böden, desto besser InV1055

Rapsanbau erfolgt in Deutschland nicht nur auf den Topstandorten. Umso wichtiger kann es sein, Sorten zu säen, die auch bei mittlerer und geringerer Bodengüte gute Ernteergebnisse bescheren. Und das gelingt der Bayer-Hybride. "In den Wertprüfungen zeigte sich, dass InV1055 seine Überlegenheit auch bei schlechteren Bodenqualitäten ausspielt", bestätigt Angela Jürs, Kundenmarketing Raps. Konkret lag der relative Ölertrag (im Vergleich zu den Verrechnungssorten) auf Böden mit weniger als 60 Bodenpunkten bei 106 Prozent. Bei besseren Böden (≥60 Bodenpunkte) brachte es InV1055 dagegen "nur" auf rund 102 Prozent. Dies deutet auf eine besondere Eignung für mittlere und schwächere Böden hin.

Auch hinsichtlich des Saattermins eröffnet InV1055 interessante Spielräume. Schwerpunktmäßig zwar eine Normalsaat, funktioniert die Sorte insbesondere auch bei einem früheren Ausdrillen durchaus respektabel. Tendenziell entwickelt sich die InV1055-Pflanze im Herbst im Gegensatz zu besonders frohwüchsigen Sorten wie Fencer und Inventer etwas langsamer. "Das macht sie aber gerade auch interessant für frühere Saattermine", betont Angela Jürs. "Oder auch für wärmere Standorte, an denen viele andere Sorten dazu neigen, sich im Herbst zu überwachsen."


Robust gegen Phoma

Hinsichtlich ihrer Pflanzenlänge ist InV1055 vergleichsweise großrahmig. Trotzdem hat sich die Lagerneigung als gering erwiesen. Im Zuge der Wertprüfung fiel die Sorte darüber hinaus noch durch eine im Vergleich geringe Phomaanfälligkeit auf.

Weiterhin zeigte die Hybride einen frühen Blühbeginn und gehört zur mittleren Reifegruppe. Im Merkmal Reifeverzögerung des Strohs ist die Sorte mit einer "6" eingestuft. Auch für den Anbau in Mulchsaaten eignet sich die Sorte gut.

* Skala von "1" (sehr niedrig) bis "9" (sehr hoch)


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Wichtiger Hinweis für Pflanzenschutzmittel und Biozide
Für Pflanzenschutzmittel: „Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“
Für Biozide: „Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“