Auch für das Frühjahr 2012 präsentiert Bayer CropScience neue Produkte. Im zweiten Teil des Fachbeitrags von Torsten Balz, Beratungsmanager für Nordrhein-Westfalen, geht es um Produkte im Mais, Raps und Rüben. Den Anfang macht jedoch die Meldung, das EfA - die Getreidebeize für alle Getreidearten - wieder zugelassen ist:
Nach der erneuten Listung des Wirkstoffes Triazoxide auf der EU Annex I Liste im Oktober 2011, ist die bewährte Beizung EfA wieder zugelassen. Die sicherere Bekämpfung von Schaderregern sowie die Sicherstellung eines reibungslosen Beizprozesses standen bei der Entwicklung von EfA im Mittelpunkt. Deshalb wurde EfA auch gezielt nach Kriterien optimiert, die besonders sowohl aus Sicht des Saatgutverwenders (Landwirt) als auch des Beizmittelanwenders (Beizmeister) wichtig sind. Die vier aufeinander abgestimmten Wirkstoffe Prothioconazol, Fluoxastrobin, Tebuconazol und Triazoxide bieten umfassende Wirkungssicherheit, weil jeder Schaderreger in der Regel von mindestens zwei unterschiedlichen Wirkstoffen bekämpft wird. Das Wirkungsspektrum von EfA® umfasst alle wesentlichen samen- und bodenbürtigen Pilzkrankheiten in allen relevanten Getreidearten.
Das beste Betanal, das es jeh gab – noch mehr Wirkung gegen Unkräuter
Das Wachstum von Zucker- und Futterrüben muss geschützt werden. Betanal maxxPro bietet mehr als sein Vorgängerprodukt: Durch ein optimiertes Wirkstoffverhältnis werden selbst Problemunkräuter noch besser erfasst. Auch die Blattaktivität ist stärker denn je zuvor.
Das neue Blattherbizid zeigt einen noch höheren Wirkungsgrad gegen Schadpflanzen. Deshalb schützt es auch viel besser gegen Problemunkräuter wie Windenknöterich, Amarant und Ausfallraps sowie gegen Melde/Gänsefuß, Kamille und Bingelkraut. Die Wirkstoffe liegen stabil in gelöster Form vor und zeigen sogar bei einer starken Wachsschicht eine hohe Blattaktivität. Durch die innovative OD-Formulierung haftet Betanal maxxPro besser am Unkraut als Wettbewerbsprodukte. Es verteilt sich optimal und wird gleichmäßig aufgenommen. Die Wirkstoffe in der Spritzbrühe kristallisieren in der Spritzflüssigkeit und an den Schadpflanzen weniger als früher. Insofern wurde das Risiko, dass es durch kaltes, hartes Wasser zu Düsenverstopfungen kommt, deutlich gesenkt. Auch Mischungen mit anderen Produkten sind unproblematisch. Das Verhältnis der Wirkstoffe hat sich verändert. Während Phenmedipham anteilig fast gleich geblieben ist, wurde Desmedipham mengenmäßig nahezu verdoppelt. Der Anteil von Ethofumesat hat sich reduziert. Dies erleichtert den Nachbau. Dennoch ist die Wirkung in Hinblick auf Klettenlabkraut gleich geblieben. Insgesamt steigert Lenacil als Aktivator – ähnlich einer starken Sonneneinstrahlung – die Photosynthese in den Unkräutern. Dies wiederum verstärkt die herbizide Leistung der Inhaltsstoffe. Der Landwirt profitiert von mehr Flexibiltät, was den Anwendungszeitraum angeht. Gegen Unkräuter ist er besser gewappnet denn je. Der Wirkungsgrad dieses Betanal-Produkts der neuesten Generation liegt deutlich höher als bei seinem Vorgänger.
Ein Lob auf den Laudis-Effekt
Durch seine zahlreichen positiven Eigenschaften lässt sich mit Laudis jegliche kritische Phase auf dem Acker meistern. Einer der ganz wichtigen Effekte besteht darin, dass sich Laudis für fast jede Witterung eignet.
Jeder Maisbauer muss sich gegen Unkräuter wappnen. Gegen Hirse und andere Störenfriede im Feld hilft Laudis Terra Pack: schnell, breitenwirksam durch Blatt- sowie Bodenkomponenten und dennoch für den Mais sehr gut verträglich.
Laudis Terra Pack kombiniert zwei Produkte – und damit unterschiedliche Komponenten. Laudis selbst beinhaltet den Wirkstoff Tembotrione. Dadurch wird Unkräutern und Ungräsern der UV-Schutz entzogen. Außerdem enthält das Herbizid einen sogenannten Safener, der die Verträglichkeit erhöht. Successor T dagegen kombiniert zwei Bodenwirkstoffe und versiegelt die Erdoberfläche gegen Nachläufer. Laudis Terra Pack ist speziell für Hirsestandorte entwickelt worden. Außerdem wirkt das Herbizid zuverlässig gegen dominierende Mais-Unkräuter wie Gänsefuß oder Schwarzen Nachtschatten. Echtes Plus: Das Produkt lässt sich auch bei wechselhaftem Wetter einsetzen. Es ist schon nach einer Stunde regenfest. Das Herbizid verteilt sich binnen zwei Stunden vollsystemisch in den Unkräutern. Der Verdorrungsprozess beginnt schon nach sehr kurzer Zeit. Was auf dem Feld übrig bleibt, sind gesunde Maispflanzen, die ohne Unkrautkonkurrenz zügig gedeihen. Effektiver Schutz bedeutet höhere Erträge. Denn Laudis Terra Pack wirkt ab dem Zwei-Blatt-Stadium und ist für alle Maissorten verträglich. Dieses Produkt stellt eine komfortable Komplettlösung dar. Ebenfalls positiv: Auch Zuckerrüben können nachgebaut werden.
Wenn die Herbizide Laudis und Buctril kombiniert werden, entsteht Laudis express. Mit diesem Produkt lässt sich nicht nur die Wirkung beschleunigen. Je nach Mischungsverhältnis kann der Landwirt auch auf Witterung und Wachstumsstadium der Unkräuter reagieren Laudis express wirkt durch die Beimengung von Buctril besonders schnell. Es ist blattaktiv und verbindet sich zügig mit der Wachsoberfläche. Das heißt: Es ist innerhalb kürzester Zeit regenfest. Die Formulierung dringt direkt in die Strukturen – sofort beginnt ein Prozess, der letztlich den Blattapparat der Unkräuter zerstört. Dieses Produkt lässt sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten einsetzen. In der Mischung mit Laudis wird eine niedrige Menge (0,2 l/ha) von Buctril benötigt, wenn in einer frühen Phase die Unkräuter kleiner als zehn Zentimeter sind, wenn die Wachsschicht dünn und/oder das Wetter durch eine hohe Sonneneinstrahlung wuchsfördernd ist. Die doppelte Menge (0,4 l/ha), ist erforderlich bei Unkräutern, die größer sind als zehn Zentimeter, einer gut ausgebildeten Wachsschicht und wenig Sonne.
Keine Kraut- und Knollenfäule
Infinito blockiert den Krankheitsausbruch auf Blättern, Stängeln und Neuzuwachs – die Infektion wird also bereits oberhalb der Erdoberfläche gestoppt. Sporen-Material kann nicht durch Regen fortgeschwemmt werden. Der Boden, und damit auch die Knolle, ist geschützt. Das Fungizid kann flexibel vom Spritzstart bis zum Ende der Kartoffelblüte eingesetzt werden. Infinito besitzt eine gute Dauerwirkung und bietet damit anhaltenden Schutz gegen Kraut- und Knollenfäule. Seine Anwendung funktioniert bei jeder Witterung, denn bereits nach nur einer Stunde ist das Fungizid regenfest. Als flüssiges Produkt lässt es sich besonders einfach handhaben. Außerdem kann es der Landwirt mit gängigen Insektiziden und anderen Fungiziden mischen. Dadurch spart er zusätzliche Überfahrten, also Kosten. Infinto kombiniert unterschiedliche Mechanismen: Der bewährte Wirkstoff Propamocarb greift über die Störung der Fettsäuresynthese an verschiedenen Stellen in den Entwicklungszyklus des Pilzes ein. Fluopicolide sorgt für eine schnelle Destabilisierung der Struktur von Pilzzellen. Die Wirkstoffkombination eignet sich sehr gut, um Resistenzen im Kartoffelanbau zu begegnen. Das Produkt zeichnet sich durch eine starke Wirkung gegen Kraut- und Knollenfäule aus.
Gesund und stark für mehr Rapsertrag
Mit Tilmor hat der Anwender ein leistungsstarkes Mittel gegen Phoma und andere Raps-Krankheiten. Es wirkt nicht nur vorbeugend, sondern stoppt bereits gesetzte Infektionen. Dieses neuartige Fungizid kann aber noch viel mehr: Es macht Raps winterfest und fördert die Standfestigkeit der Pflanze.
Die Wirkung Tilmors breitet sich innerhalb von Millisekunden auf der Blattoberfläche aus. Neuartige Additive greifen nicht die Wachsschicht an, sondern verteilen sich zwischen deren Kristallen. Nach einer Stunde sind 90 Prozent der Wirkstoffe regenfest. Tilmor erreicht selbst die Blattunterseiten. Nach einer Woche hat es sich nahezu in der ganzen Pflanze verteilt. Im Frühjahr kontrolliert Tilmor wichtige Krankheiten, allen voran Phoma. Ist die Pflanze bereits infiziert, ist seine kurative Wirkung doppelt so intensiv wie bei Vergleichsprodukten. Außerdem wirkt es regulierend auf das Wachstum, so wird Lager vermieden. Gleichzeitig fördert Tilmor die Bildung von Seitentrieben. Die Schoten reifen insgesamt gleichmäßig.
Im Herbst dient Tilmor als ebenfalls unverzichtbare Vorsichtsmaßnahme gegen Phoma und das Überwachsen. Es verstärkt die Wurzelbildung, und damit die Frostresistenz. Die Wirkstoffe hemmen das Wachstum der Pilzzellen im Pflanzengewebe. Weil sich die Verbreitungsorgane des Pilzes nicht entwickeln können, werden auf den Blättern bereits befallener Pflanzen helle Nekrosen vermieden. Insbesondere durch den zusätzlichen Wirkstoff Prothioconazol erhöht sich – im Vergleich zu Standardfungiziden – nochmals die Leistung gegen den Pilz Phoma lingam.
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