Schon bevor die Natur zu neuem Leben erwacht, kann die Unkraut- und Ungrasbekämpfung geplant werden. Sie sollte vor allem auf eine hohe Wirksamkeit abzielen. Die meisten Betriebe fahren mit einfach zu handhabenden Komplettlösungen gut und vor allem sicher. Für Ackerfuchsschwanzstandorte sind Atlantis Komplett und für Windhalmstandorte Husar OD Powerset die Mittel der Wahl.
Im Frühjahr auf Nummer sicher gehen
Je nach Witterung sind die Arbeitsspitzen im Frühjahr mehr oder weniger intensiv. Noch bevor diese anstehen, ist der Getreideanbauer gut beraten, den Herbizideinsatz zu planen. Die Maßnahmen sollen effizient sein, also mit einem begrenzten Aufwand einen möglichst großen Nutzen erzielen. Einmal fahren, alle gefährlichen Unkräuter und Ungräser erfassen und sich dann den anderen anstehenden Arbeiten widmen. Voraussetzung dafür sind wirkungssichere Mittel. Damit sollen die Konkurrenten des Getreides um Licht, Wasser und Nährstoffe möglichst schnell und nachhaltig ausgeschaltet werden. Außerdem ist eine sichere Wirkung mit einer möglichst hohen Bekämpfungsquote Voraussetzung für ein effizientes Resistenzmanagement.
Resistenzen auf dem Vormarsch
Resistenzmanagement ist längst nicht mehr nur auf norddeutschen Marschstandorten eine Daueraufgabe, um den Ackerfuchsschwanz mit den wenigen, noch wirksamen Pflanzenschutzmitteln im Griff zu behalten. Herbizidresistente Biotypen sind zunehmend in nahezu allen deutschen Regionen anzutreffen. Gefördert wird diese Entwicklung unter anderem durch reduzierte Bodenbearbeitung, weizenbetonte Fruchtfolgen, mangelnde Feldrandhygiene, zu geringe Aufwandmengen und ungenügenden Wirkstoffwechsel innerhalb der Fruchtfolge. Seit mehr als 20 Jahren wurden keine Wirkstoffe zur Bekämpfung von Ungräsern entdeckt und entwickelt, die auf einem neuen Wirkmechanismus beruhen. Auf absehbare Zeit wird sich daran nichts ändern. Deshalb ist Resistenzmanagement so wichtig, um die wenigen verbliebenen Wirkstoffe zu „schonen“.
Nicht immer, aber immer öfter sind Resistenzen die Ursache für Minderwirkungen. In kürzester Zeit können sich auf den betroffenen Schlägen Populationen entwickeln, die nicht nur unerfreulich aussehen, sondern auch den Deckungsbeitrag rapide sinken lassen. Landwirte entscheiden sich daher in den letzten Jahren verstärkt für sichere, das heißt wirkungsstarke Produktlösungen. Dies gilt unverändert für 2012. Die Getreideherbizide von Bayer CropScience nehmen seit Jahren eine Spitzenstellung bei der Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern ein.
Atlantis Komplett – das Herbizidkonzept für Ackerfuchsschwanz-Standorte
Für Ackerfuchsschwanz-Standorte bietet Bayer CropScience bereits seit zwei Jahren eine überzeugende Lösung an: Atlantis Komplett. Das Gebinde besteht aus einer Kombination von Atlantis OD und Husar OD. Die Einsatzgebiete sind Winterweizen und Wintertriticale. Die Wirkstoffe Mesosulfuron und Iodosulfuron sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sich optimal ergänzen und unterstützen. Atlantis Komplett wirkt daher in der Tat „komplett“: Neben Ackerfuchsschwanz werden Rispen-Arten, Windhalm, Weidelgras und Flughafer sowie die wichtigsten Unkräuter einschließlich Klettenlabkraut, Ackerstiefmütterchen und Ehrenpreis-Arten erfasst. Beide Produktkomponenten liegen in flüssiger Form als ölige Dispersion vor und sind somit einfach zu dosieren.
» Wirkungsspektrum von Atlantis komplett als PDF
Die Kombination wird mit einer Aufwandmenge von 1,0 l/ha Atlantis OD und 80 ml/ha Husar OD ab dem 3-Blatt-Stadium bis 2-Knoten-Stadium angewendet. Atlantis Komplett kann ab Vegetationsbeginn eingesetzt werden. Die Ansprüche an die Temperatur sind relativ gering, allerdings sollte aktives Wachstum vorherrschen. Der Vorteil einer frühen Anwendung sind die kleineren Unkräuter, die dann noch besser zu bekämpfen sind. Für Standorte mit einem extremen Besatz an resistentem Ackerfuchsschwanz ist nach wie vor Atlantis WG mit 500 g/ha plus Formulierungshilfsstoff sinnvoll. Die Wirkung kann durch Zugabe von 30 l AHL/ha oder 10 kg SSA/ha zur Spritzbrühe noch verstärkt werden.
Husar OD Powerset auf Windhalm- und Klettenstandorten
Wenn statt Ackerfuchsschwanz jedoch Windhalm und Klette die Leitunkräuter sind, empfiehlt sich der Einsatz von Husar® OD Power Set. Das Mittel zeigt auch eine starke Wirkung gegenüber Rispen, Weidelgräsern und viele bedeutende Unkräuter sowie eine starke Nebenwirkung auf Flughafer. Für den AHL-Anwender wichtig: Bevor Husar OD zur Spritzbrühe zugegeben wird, sollte es im Verhältnis 1:5 mit Wasser gemischt werden. In diesem Fall das Additiv Mero weglassen.
Bei massiven Trespenproblemen ist Attribut das Mittel der Wahl. Bei Atlantis-Vorlage im Herbst bietet sich ein früher Einsatz ab Vegetationsbeginn an, weil Attribut auf Bodenfeuchte angewiesen ist.
Ohne Vorlage ist eine Splitting-Anwendung von Attribut mit sieben bis zehn Tagen Abstand mit 60 und 40 g/ha plus Additiv zu empfehlen. Außerdem sollte die Trespe in der Fruchtfolge in allen Kulturen, in denen eine chemische Bekämpfung möglich ist, konsequent ausgeschaltet werden.
Autor:
Matthias Wiedenau