Die Bundesregierung hat sich insgesamt zufrieden mit dem neuen Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie gezeigt, auch wenn sich einige Indikatoren noch sehr langsam entfalten. Das betrifft insbesondere landwirtschaftliche Faktoren, deren Zielwerte wahrscheinlich nicht im gewünschten Zeitraum erreicht werden können. Laut dem Fortschrittsbericht 2012, der in dieser Woche vom Kabinett verabschiedet wurde, gab es positive Entwicklungen etwa im Klimaschutz, bei den erneuerbaren Energien, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, der Studienanfängerquote sowie bei der Erwerbstätigkeitsquote Älterer.
Problematischer sieht es dagegen bei der Flächenneuinanspruchnahme, dem ökologischen Landbau, dem Stickstoffüberschuss, der Entwicklung der Gütertransportintensität oder dem Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern aus. Im neuen Bericht wurden einige neue Ziele aufgenommen, beispielsweise im Energie- und Klimabereich. Außerdem wurden einzelne Indikatoren geändert, unter anderem um ihre Aussagekraft zu erhöhen oder um sie mit auf EU-Ebene vereinbarten Zielen in Einklang zu bringen. Der Fortschrittsbericht erscheint alle vier Jahre und soll umfassend den Stand nachhaltiger Entwicklung darstellen. Er wird durch den zweijährlich erscheinenden Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes ergänzt, der die Entwicklung der Nachhaltigkeitsindikatoren darlegt. AgE