Immer öfter sieht man derzeit kleine Pixelquadrate, beispielsweise in landwirtschaftlichen Fachzeitungen, auf Visitenkarten oder sogar auf landwirtschaftlichen Betriebsmitteln.
Hierbei handelt es sich um sogenannte QR-Codes. Diese Abkürzung steht für Quick Response Codes und bedeutet die Weiterentwicklung des klassischen Strichcodes.
In diesen kleinen Quadraten sind umfangreiche Informationen visuell verschlüsselt. Es können zum Beispiel die Adressdaten einer Visitenkarte sein, aber auch Internetlinks oder komplette Betriebsanleitungen.
Um solche QR-Codes auszulesen, benötigt man zunächst ein Smartphone mit eingebauter Kamera. Zusätzlich muss ein sogenannter QR-Code-Reader, ein kleines meist kostenloses Programm zum Auslesen dieser Information auf dem Smartphone installiert sein (Tipp: i-Nigma – kostenlos für iPhone und Andoid Handys verfügbar) .
Per Fingertipp können dann mit dem Smartphone die verschlüsselten Informationen dargestellt werden. Mit der Kamera wird das Muster in wenigen Sekunden gescannt. Das Programm übersetzt die Infos und zeigt sie an.
Vorteil: Ein Abschreiben beispielsweise der Visitenkarteninformation, entfällt, da sie per QR Code digital auf dem Smartphone übertragen werden.
Codes auf dem Vormarsch
QR-Codes bieten also eine effiziente Schnittstelle von der analogen, meist gedruckten in die digitale Informationswelt. Deshalb werden sie auch zunehmend eingesetzt, nahezu überall, wo die schwarz-weißen Muster aufgedruckt werden können.
Erste landwirtschaftliche Betriebsmittel führen bereits einen solchen QR-Code. So setzt Gelenkwellenhersteller Walterscheid QR-Codes ein, um die Betriebsanleitung und Wartungshinweise dem Anwender vor Ort verfügbar zu machen. Die Firma Kotte Landtechnik nutzt QR-Codes für die Ersatzteilversorgung von Güllewaren. Damit können dann Ersatzteillisten und Bauzeichnungen über einen Link komfortabel per Smartphone abgerufen werden.
QR-Codes wurden Mitte der 90iger Jahre in Japan für den Autobauer Toyota entwickelt. Der Autobauer entwickelte ein System, mit dem auf kleine Ersatzteile Informationen digital hinterlegt und leicht ausgelesen werden können. Die herkömmlichen Strichcodes reichten dazu nicht aus.
QR Codes selbst machen
Die meisten QR-Codes-Reader sind kostenlos verfügbar.
Zudem kann man auch selbst QR-Codes anlegen, beispielsweise mit seiner Internetadresse oder den Daten der Visitenkarte. Dies geht am besten mit sogenannte QR Code Generator im Internet, wie z.B. http://qrcode.kaywa.com/ oder http://goqr.me/de/ Diese Webseiten bieten den Service kostenlos. Die Daten werden zunächst eingegeben, anschließend kann der eigene QR Codes kann als Grafik geladen werden.