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Aus der Praxis

Pflanze / Wednesday, December 21, 2011

Rückblick 2011

Im Jahr 2011 konnte Bayer CropScience viele Produktinnovationen präsentieren. Auch die alljährlichen Feldtage und Themen wie nachhaltige Landwirtschaft wurden von der landwirtschaftlichen Praxis gut angenommen. In diesem Beitrag haben wir alle Besonderheiten noch einmal zusammengefasst:


Neue Fungizidgeneration
Das Highlight 2011 im Produkt-Portfolio von Bayer CropScience war sicherlich die neue Fungizid-Technologie Xpro. Das Herzstück dieser Technologie ist der neue Wirkstoff Bixafen. Er verfügt über eine überragende Wirkungsbreite und sehr lange Dauerwirkung gegenüber den wichtigsten Getreidekrankheiten. Zudem wird die Vitalität der Pflanzen positiv beeinflusst. Im Mittel konnten in europäischen Weizenversuchen 3,5 dt/ha Mehrertrag gegenüber den heutigen Standards erreicht werden. Je nach Standort, Sorte und regionalem Krankheitsbefall sind Mehrertrage von bis zu 10 Prozent gegenüber den Standards in Weizen, Gerste, Roggen und Triticale möglich. Diese Leistungssteigerungen wurden trotz oder gerade wegen häufig widriger Witterungsumstände in diesem Sommer aus der Praxis bestätigt. Für 2011 wurden die Produkte Aviator Xpro und Input Xpro zugelassen. Aviator Xpro, die Wirkstoffkombination aus Bixafen und Prothioconazole, gilt aktuell als leistungsstärkstes Fungizid gegen Septoria tritici und andere Blattfleckenerreger. Die neuen Fungizide wurden für Weizen, Gerste, Roggen und Triticale zugelassen. Input Xpro ist ein hochwirksames Fungizid mit systemischen Eigenschaften gegen ein sehr breites Spektrum pilzlicher Krankheiten im Getreide. Input Xpro wurde speziell zur Fuß- und Blattbehandlung in allen wichtigen Getreidearten auf allen Standorten entwickelt.

Für die Beizung von Weizen, Roggen und Triticale standen für die Anbausaison 2011 Efa spezial zur Verfügung, in Gerste kam Baytan universal Flüssigbeize mit gutem Erfolg zum Einsatz.

Herbizide zur rechten Zeit anwenden
Viele gute Gründe sprechen für eine frühzeitige Bekämpfung von Ungräsern und Unkräutern im Herbst. Dafür hat Bayer CropScience bodenwirksame Gräserwirkstoffe (Flufenacat und Flurtamone) entwickelt. Diese erfassen auch resistenten Windhalm und besitzen darüber hinaus eine gute Wirkung gegenüber Ackerfuchsschwanz. Als idealer Zeitpunkt für die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat sich die Anwendung in den Auflauf der Gräser, unabhängig vom Getreidestadium, erwiesen. Bereits 2009 hatte Bayer CropScience die Herbstherbizide Bacara Forte und Cadou Forte Set eingeführt, die hervorragend für eine effektive Herbstbekämpfung von Unkräutern und Ungräsern geeignet sind. Für Standorte mit Ackerfuchsschwanz hat Bayer CropScience darüber hinaus in 2010/2011 den Einsatz von Atlantis Komplett im Frühjahr empfohlen. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus Atlantis OD und Husar OD. Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Rispen und Unkräutern einschließlich Klettenlabkraut wurden sicher erfasst.

Speziell gegen Windhalm und Klette stand Husar OD Power Set zur Verfügung. Das Mittel zeigte aber auch eine starke Wirkung gegenüber Rispen und Weidelgräsern sowie eine starke Nebenwirkung auf Flughafer. Auch Atlantis WG erfüllte in idealer Weise die Ansprüche an ein modernes Gräserherbizid. Es wirkt sehr stark gegen Flughafer, Weidelgräser, Trespen- und Rispen-Arten uneingeschränkt auf allen Standorten in Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale. Auf Ackerfuchsproblemstandorten hat sich 2011 die Zugabe von AHL oder SSA zur Spritzbrühe bewährt.

 

Rückblick03 Laudis Tera Pack konnte die Erwartungen voll erfüllen.

Gut aufgestellt im Maissegment
Mit dem neuen Laudis Terra Pack konnte sich Bayer CropScience für 2011 im Maissegment sehr gut positionieren und verhalf den Maispflanzen durch die schnelle Beseitigung des Unkrautdrucks zu einem guten Start. Laudis Terra Pack ist eine breitwirksame Komplettlösung für alle Hirsestandorte. Diese Kombination verbindet die starke Blattaktivität von Laudis mit der anhaltenden Bodenwirkung von Successor T. Mehrjährige Erfahrungen in Süddeutschland haben gezeigt, dass Laudis Terra Pack den Ackerfuchsschwanz bei ausreichender Bodenfeuchte bekämpfen kann. Daraus ergibt sich eine zusätzliche Option im Resistenzmanagement gegen dieses Ungras, da auf die Zumischung eines Sulfonylharnstoffs verzichtet werden kann.

 

Rückblick07 Monceron Pro steht ab dem nächsten Jahr aller Erwartung nach zur Verfügung.

Empfindliches Kartoffelpflanzgut
Als neue Lösung gegen Rhizoctonia solani und Silberschorf zur Pflanzgutbehandlung bei Kartoffeln stellte Bayer CropScience in diesem Jahr das Fungizid Monceren Pro (Zulassung wird erwartet) vorgestellt. Das Produkt ist eine Kombination der bekannten Monceren Flüssigbeize® (Pencycuron) mit dem Wirkstoff Prothioconazole. Neben einer sehr guten Bekämpfung von Rhizoctonia solani soll mit Monceren Pro auch die Grundlage für eine effektive Silberschorf-Bekämpfung sicher gestellt werden. Silberschorf mit dem Erreger Helminthosporium solani wird über das Pflanzgut übertragen. Im Qualitätsanbau hat auch dieser Umstand an Bedeutung gewonnen. Mit Monceren Pro, dessen Zulassung für 2012 erwartet wird, hat sich Bayer CropScience diesem Problem gewidmet und konnte in Versuchen konsistente Ertragssteigerungen aufzeigen.

 

Gut besuchte Feldtage
Die großen Feldtage im Frühsommer sind für die Berater und Versuchsingenieure bei Bayer CropScience ein weiteres Highlight im Jahr. Hier können, abgestimmt auf die jeweiligen regionalen Gegebenheiten, die Ergebnisse monatelanger Planung und Versuchsanordnungen in Augenschein genommen werden. In ganz Deutschland nutzten Hunderte von Landwirten diese Gelegenheit, um sich über die abgelaufene Saison 2010/2011 und über die Empfehlungen für 2011/2012 zu informieren.

Dazu zählen selbstverständlich auch die Weinbautage. Bayer CropScience ist mit seinen Weinbautagen in fast allen wichtigen deutschen Anbaugebieten vertreten. An insgesamt sechs Versuchsstandorten - von Naumburg an der Saale bis nach Niederrotweil im Kaiserstuhl - präsentierte das Expertenteam Sonderkulturen aktuelle Themen rund um den Pflanzenschutz im Weinbau. Zu den Schwerpunkten der diesjährigen Beratungstätigkeit gehörte die Entwicklung gebietsspezifischer Pflanzenschutzempfehlungen. Die Peronospora-Fungizide PROFILER® und MELODY® COMBI wurden gezielt in die Behandlungsstrategien eingebaut und damit die effiziente und umweltschonende Bekämpfung von Peronospora optimiert.

 

Rückblick05 Dr. Roland Beffa (re.), Team Leader Weed Resistance Research, und Thomas Wilde (li.), Teamleader Project & Product Support, beide Bayer CropScience.

Resistenzmonitoring wichtiger denn je
Der aktuelle Stand zur Resistenzproblematik war ebenfalls ein stets brennendes Thema. Dazu hat Bayer CropScience immer wieder Stellung genommen.


"Resistenzmanagement bei Rapsschädlingen - eine Herausforderung für den modernen Pflanzenschutz" lautete das Thema, mit dem sich Dr. Ralf Nauen, Bayer CropSciene AG, bei der Rapsexpertentagung 2011 beschäftigte. Er stellte neue Wege im Resistenzmanagement vor. Über einen völlig neuen Wirkmechanismus verfügt beispielsweise der Wirkstoff Thiacloprid (Biscaya), von dem keine Kreuzresistenzen mit Pyrethroiden und auch noch kein Shifting bekannt sind. Somit zeigte sich dieser Wirkstoff hervorragend für ein effektives Resistenzmanagement geeignet und wird auch zukünftig indirekt über diesen Wege auch die Wirkstoffgruppe der Pyrethroide schützen. Jedes Jahr werden intensive Untersuchungen durchgeführt, um die Empfindlichkeit der Schädlingspopulationen gegenüber Thiacloprid zu überwachen. Einseitige Produktempfehlungen ausschließlich innerhalb einer Wirkstoffgruppe (z.B. Pyrethroide) bezeichnete Nauen als unverantwortlich im Sinne eines nachhaltigen Resistenzmanagements und verwies auch auf die Empfehlungen des IRAC (Insecticide Resistance Action Committee) und des Resistenzarbeitskreises beim Julius-Kühn-Institut.
Bayer CropScience veranstaltet in jedem Jahr Expertentagungen zu den wichtigsten Ackerkulturen.

 

Rückblick01 Die Vermehrung seltener Ackerwildkräuter wird von Bayer CropScience in verschiedenen Projekten - hier im Freilichtmuseum Kommern - unterstützt.

Biodiversität als große Aufgabe
Für Bayer CropScience bilden der Erhalt der Biodiversität und gesunde Agrar-Ökosysteme das Fundament für eine nachhaltige Landwirtschaft. Eine der weltweit größten Herausforderungen vor diesem Hintergrund ist für die Imkerei ist die Milbe Varroa destructor. Neben der Entwicklung des wirksamen Tierarzneimittels Bayvarol® (Varroazid), das auf dem Wirkstoff Flumethrin basiert, hat sich Bayer CropScience auch die Förderung des Lebensraumes von Bienen mittels der Förderung von Blühstreifen auf die Fahnen geschrieben. Eines der jüngsten Projekte ist die Kooperation mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft zum Ackerwildkrautschutz.

Auf mehreren Standorten von Bayer CropScience wurden Blühstreifen mit typischen Arten der Feldraine wie beispielsweise Klatschmohn und Rainfarn angelegt, um Landwirten und Besuchern modernes Anbaumanagement vorzustellen. Am Standort Monheim hat Bayer CropScience im Frühjahr 2010 auf rund 5.000 Quadratmetern landwirtschaftlicher Nutzfläche Wildkräuter ausgesät.

 

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