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Pflanze / Tuesday, February 07, 2012

Vorrangflächen: Eiweißpflanzen statt Stilllegung

Die geplanten ökologischen Vorrangflächen sind nicht als Stilllegung, sondern für eine extensive Nutzung oder den Anbau beispielsweise von Eiweißpflanzen gedacht.

 

Das hat Georg  H ä u s l e r , der Kabinettchef von EU-Agrarkommissar Dr. Dacian  C i o l o ş, dem baden-württembergischen Landwirtschaftsminister Alexander  B o n d e  versichert. Wie Bonde am Montag im Anschluss an einen dreitägigen Aufenthalt in Brüssel weiter mitteilte, war er sich mit Häusler über eine grundsätzlich notwendige Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik einig. Die Maßnahmen müssten gerechter und ökologischer werden, damit sie von der Gesellschaft akzeptiert würden, betonte der Minister.

Gleichzeitig bekräftigte der Grünen-Politiker seine Ablehnung gegenüber einer Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete in der bislang bekanntgewordenen Form. Er plädierte gegenüber Häusler für die Berücksichtigung regionalspezifischer Gegebenheiten. „Für eine sachgerechte Neuabgrenzung können und dürfen nicht nur europaweit geltende Kriterien herangezogen werden“, stellte Bonde klar. Bekanntlich tritt Baden-Württemberg für eine Neuabgrenzung nicht auf der Ebene der Gemarkung, sondern auf der großräumigeren Gemeindeebene ein. Der Minister warnte vor großen Problemen für Betriebe insbesondere im Schwarzwald, sollte diese Änderung versäumt werden. Man müsse gerade diejenigen unterstützen, die unter schwierigsten Bedingungen wirtschafteten und einen wertvollen Beitrag zur Offenhaltung der Landschaft leisteten - und damit sowohl für den Natur- und Umweltschutz als auch für den Tourismus. Baden-Württemberg werde sich weiter für den Erhalt der derzeitigen Gebietskulisse einsetzen. AgE

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