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Rapssorte Fencer: Frohwüchsig, winterhart, ertragsstark

05 Jul 2017

Später Aussaattermin? Mit Fencer muss das kein Problem sein. Die Frohwüchsigkeit der seit 2015 verfügbaren Hybride hilft dabei, trotzdem gut entwickelt in den Winter zu kommen. Und selbst wenn dieser extrem kalt oder besonders schneereich wird, bleiben die Pflanzen in Form. Zur Ernte hin können sich Landwirte über einen überdurchschnittlichen Ölertrag freuen - und damit über eine hohe Marktleistung.

Nummer 1 beim Ölertrag

Als >> Fencer in den Jahren 2012 bis 2014 die Wertprüfung durchlief, fiel die Sorte schon früh durch ihre besondere Ertragsstärke auf. Am Ende gab es Platz zwei im Kornertrag. Die Hybridsorte war dabei nicht nur deutlich besser als die drei Verrechnungssorten, sondern auch als nahezu alle anderen Prüfkandidaten des Zulassungsjahrgangs.

Nach dieser starken Leistung in der Wertprüfung konnte Fencer sein Leistungspotenzial im anschließenden Bundessortenversuch 2015 sowie in zahlreichen Landessortenversuchen 2015 und 2016 bestätigen. So schloss die Sorte den Bundessortenversuch mit Platz eins im relativen Ölertrag ab. Und im Rahmen der Landessortenversuche 2016 gab es auf den Verwitterungsstandorten Ostdeutschlands einen relativen Kornertrag von 108 Prozent. Hinzu kamen ausnahmslos überdurchschnittliche relative Kornerträge auf allen D-Nord-Standorten, mit einem Spitzenwert von 117 Prozent in Dedelow.

Aber auch die im zweijährigen Mittel starken Kornerträge in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen belegen das Ertragspotenzial der Sorte. So lag Fencer dort auf Sandböden bei 107 Prozent, auf Lehmböden sowie in Höhenlagen bei jeweils 104 Prozent. Für alle drei Standortgruppen belohnte die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen diese gute Leistung bereits zur Aussaat 2016 mit einer amtlichen Empfehlung der Sorte. "Für eine neue Sorte ist so etwas quasi der Ritterschlag", freute sich Angela Jürs, Kundenmarketing Raps bei Bayer CropScience Deutschland.

 

Stark im Winter

In höheren Lagen sorgt insbesondere auch die besonders gute Winterhärte der Sorte für eine gewisse Sicherheit beim Anbauer. Ebenso wie in stark frostgefährdeten Regionen. "Dass >> Fencer dort besonders robust ist, haben unsere Versuche in winterlichen Anbaugebieten Polens und des Baltikums bestätigt", erklärt Angela Jürs. Extreme Perioden, etwa mit starken Kahlfrösten oder mit monatelang geschlossener Schneedecke, seien in Deutschland zwar selten. "Aber sie können immer mal wieder auftreten, wie etwa der Winter 2011/12 gezeigt hat", erinnert sich Angela Jürs. Spätestens dann erweist es sich als zusätzlicher Vorteil, wenn man bei der Sortenauswahl auch auf Winterhärte geachtet hat.

Das galt in einigen Regionen auch für den Winter 2015/16. So bescherte der Januar 2016 in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs starke Kahlfröste. Diese Witterung erlaubte die Bewertung der Winterhärte auch unter deutschen Bedingungen. In den örtlichen Landessortenversuchen traten dabei deutliche Sortenunterschiede zu Tage. Ergebnis: In den Bonituren gehörte Fencer beim Merkmal "Stand nach Winter" zu den besten Vertretern des Prüfsortiments.

Bild: Landessortenversuch Dedelow (nördliches Brandenburg), Stefan Mast

Gute Spätsaateignung

Eine im Teilnehmerfeld überdurchschnittliche Bonitur erzielte die Sorte beim Bundessortenversuch auch im Merkmal „Entwicklung vor Winter“. Diese Frohwüchsigkeit verschafft Fencer zugleich eine gute Eignung für spätere Aussaattermine, Mulchsaaten sowie schwierige Standorte wie Höhenlagen und Verwitterungsböden. Die gute Spätsaateignung konnte Fencer auch in den Bayer-Spätsaatversuchen unter Beweis stellen. Dabei werden die Sorten zu einem für die jeweilige Region vergleichsweise späten Termin ausgedrillt. Hier erreichte Fencer zur Ernte 2016 einen mittleren Kornertrag von 49 Dezitonnen je Hektar und damit Platz eins.

Ganz nebenbei zeigte die Bayer-Hybride auch eine nur geringe Phomaanfälligkeit. Und zeichnet sich außerdem durch einen kurzen kompakten Wuchs und eine geringe Lagerneigung aus.  

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