Produkte

Feeding a hungry planet - Wer vertritt Deutschland beim Youth Ag-Summit 2017 in Brüssel?

yas, youthagsummit, liam condon, bayer cropscience, bayercropscience, agriculture, landwirtschaft, agproud, agvocates, brussels, europe, sdg, sustainable development goals, future
09 Okt 2017

Bereits zum dritten Mal lädt Bayer zum Jugend-Agrargipfel ein. Nach Calgary und Sydney ist dieses Mal Brüssel der Austragungsort für den Youth Ag-Summit.

Das Unternehmen richtet die Veranstaltung daher auch gemeinsam mit den belgischen Jungbauernorganisationen Groene Kring und Fédération des Jeunes Agriculteurs aus. Rund 100 Jugendliche aus 49 Ländern werden fünf Tage lang über Wege diskutieren, wie sich künftig mit Hilfe nachhaltiger Landwirtschaft die weltweite Ernährung sichern und der Hunger beenden lässt. Mit dabei sind auch vier engagierte junge Menschen aus Deutschland.

Sich ausgerechnet in einem Land der gut Genährten mit dem Hunger in der Welt zu beschäftigen, ist nicht selbstverständlich. Schon mal gar nicht als junger Mensch. Doch Kathrin Muus, Emilia Koch, Konstantin Kockerols und Henning Windheim beschäftigt dieses Thema. Anfang 20 sind die Vier, die ihre Gedanken zur künftigen Ernährung der Menschheit in einem Essay dokumentiert haben. Und das so eindrucksvoll, dass sie sich damit für die Teilnahme am diesjährigen Youth Ag-Summit, der heute in Brüssel startet. In diesem Artikel stellen wir die Gewinner vor.

Sorgsamer mit Lebensmitteln umgehen

Als 2013 der erste Jugend-Agrargipfel in Calgary stattfand, lag die Prognose für 2050 noch bei gut neun Milliarden Erdbewohnern. Inzwischen haben die Vereinten Nationen die Zahl auf zehn Milliarden nach oben korrigiert. Das wären rund 2,5 Milliarden mehr Menschen als im Jahr 2017. Und sie alle wollen satt werden. Eine immense Aufgabe für die Landwirtschaft in aller Welt. Daher ist es wichtig, dass sich auch die nachwachsende Generation mit der Herausforderung beschäftigt. Genau das tun auch hundert Jugendliche aus der Branche, wenn sie sich vom 9. bis zum 13. Oktober zum Youth Ag-Summit 2017 in Brüssel treffen. Der diesjährige Jugendagrargipfel steht unter dem Motto „Feeding a hungry planet“ und das insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung.

youth ag summit, agriculture, delegate, conference, zero hunger, landwirtschaft, youthagsummit, agvocates, bayercropscience
Konstantin Kockerols sieht eine große Herausforderung im Kampf gegen den Welthunger im Konsumverhalten der Verbraucher.

"Wir alle müssen sorgsamer mit Lebensmitteln umgehen", findet Konstantin Kockerols aus Baesweiler bei Aachen und ergänzt: "Keiner sollte mehr kaufen, als er wirklich benötigt, und nichts wegschmeißen." Der 22-Jährige Bachelor der Agrarwissenschaften ist einer der vier deutschen Teilnehmer am Youth Ag-Summit. Er qualifizierte sich mit einem Essay, in dem er ein vor allem deutsches Phänomen skizzierte: nämlich einem wachsenden "Hunger nach Nachhaltigkeit" - und das, ohne dass ein Großteil der rundumversorgten Bevölkerung überhaupt wisse, wie Landwirtschaft funktioniere.

Kockerols war einer von fast 1.200 jungen Menschen aus 95 Ländern, die sich mit einem Essay zur Frage der künftigen Versorgung der Menschheit für die Teilnahme in Brüssel bewarben. Nach Prüfung durch eine Fachjury qualifizierten sich schließlich 100 Jugendliche aus 49 Ländern. Darunter sind mit Emilia Koch, Kathrin Muus und Henning Windheim noch drei weitere Deutsche.

Kathrin Muus aus Stockelsdorf bei Lübeck sieht die Landwirte dabei nicht nur in ihrer direkten Rolle als Nahrungsmittelproduzenten. Für sie trägt die Zunft auch im Kampf gegen den Klimawandel Verantwortung. Zum Beispiel, indem sie ihre Flächen für die Erneuerbare-Energien-Erzeugung nutzt.

youth ag summit, agriculture, delegate, conference, zero hunger, landwirtschaft, youthagsummit, agvocates, bayercropscienceKathrin Muus befasste sich in ihrem Essay unter andem mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion.

"Solarmodule auf Hallendächern und die Verwertung von Gülle sind zwei solcher Möglichkeiten“, so Kathrin Muus, die im Oktober ihr Masterstudium der Agrarwissenschaften in Bonn begonnen hat. Den Klimawandel aufzuhalten, sei ein wichtiger Beitrag, die künftige Nahrungsmittelproduktion in solchen Gebieten zu sichern, deren Landwirtschaft durch klimatische Veränderungen leiden würde.

Henning Windheim aus Beckedorf westlich von Hannover sieht die deutsche Landwirtschaft auch als Knowhow-Lieferant. Es gebe in vielen Ländern noch Potenzial, die Erträge zu steigern oder auch den Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Düngemitteln zu optimieren. „Technologien und Wissen aus Deutschland können dabei helfen“, so der Niedersachse, der derzeit in Osnabrück Agrarwissenschaften studiert.


youth ag summit, agriculture, delegate, conference, zero hunger, landwirtschaft, youthagsummit, agvocates, bayercropscience
Henning Windheim findet: Die Aufklärung über Landwirtschaft sollte bereits in der Grundschule starten.

Emilia Koch wiederum hält auch eine bessere Verteilung von Nahrungsmitteln für unabdingbar. „Wir produzieren eigentlich genug Lebensmittel - was fehlt, ist eine gerechtere Verteilung“, glaubt die 24-Jährige aus Vogtsburg bei Freiburg. Nach einer Winzerlehre studiert die Badenerin inzwischen Gartenbau an der Hochschule Geisenheim und bereitet derzeit ihre Bachelor-Arbeit vor. Sie interessiert sich vor allem für agrarwirtschaftliche und entwicklungspolitische Aspekte der Landwirtschaft. Das Thema Nachhaltigkeit hat für sie mehr als nur ökologische Facetten. Für Emilia Koch gehören auch soziale Themen wie Einkommensgerechtigkeit oder die Frage nach den vorherrschenden Marktstrukturen dazu. "Hier sollte jeder Konsument informiert sein, weil er mit seinem Kaufverhalten Einfluss auf diese Strukturen nimmt."

youth ag summit, agriculture, delegate, conference, zero hunger, landwirtschaft, youthagsummit, agvocates, bayercropscienceEmilia Koch: "Eigentlich werden genug Lebensmittel produziert - was fehlt, ist eine gerechtere Verteilung."

Fünf Tage Vorträge, Besichtigungen und Diskussionen

In Brüssel werden die Teilnehmer in dieser Woche spannende Expertenvorträge hören, an Besichtigungen teilnehmen sowie viel miteinander diskutieren und Erfahrungen austauschen. Darauf freuen sich alle vier deutschen Delegierten. "Es wird natürlich nicht so sein, dass 100 Jugendliche in ein paar Tagen die Lösungen für das Jahr 2050 erarbeiten können", räumt Konstantin Kockerols ein. Dennoch rechnet er mit "vagen Strategien und Ideen, die jeder mit nach Hause nehmen kann". Eine Sache ist für ihn völlig klar: "Wenn es überhaupt klappen soll, dann nur mit einer jungen Generation, die gut und international miteinander vernetzt ist."

yas, youthagsummit, liam condon, bayer cropscience, bayercropscience, agriculture, landwirtschaft, agproud, agvocates, brussels, europe, sdg, sustainable development goals, futureLiam Condon, Geschäftsführer Bayer CropScience, begrüßt die 100 jungen Teilnehmer aus aller Welt zu Beginn der spannenden Woche.

Auch Kathrin Muus reizt der "fachliche Austausch mit so vielen anderen Jugendlichen aus ganz unterschiedlichen Ländern". Die 23-Jährige hofft, dass sie insbesondere über die Landwirtschaft etwa in afrikanischen Ländern etwas dazulernt. Ähnlich sieht es auch Emilia Koch, die unter den Teilnehmern eine "faszinierende Vielfalt an Erfahrung und Sichtweisen" erwartet. Sie rechnet damit, von dem Agrargipfel auf jeden Fall "viel mitnehmen zu können".

Genau darauf freut sich auch Henning Windheim. Gleichzeitig sieht er in dem Gipfel auch eine "persönliche Chance, internationale Kontakte zu knüpfen und eigene Kompetenzen zu verbessern, etwa durch das Diskutieren in englischer Sprache". Eine Chance, für die er sehr dankbar ist.

Kathrin Muus nennt aber noch einen anderen Grund, warum sie gerne nach Brüssel reist: "So viele Jugendliche - das bedeutet in der Regel auch immer: sehr viel gemeinsamen Spaß."

yas, youthagsummit, liam condon, bayer cropscience, bayercropscience, agriculture, landwirtschaft, agproud, agvocates, brussels, europe, sdg, sustainable development goals, future100 Teilnehmer aus 49 Ländern - der Youth Ag-Summit ist in diesem Jahr so international wie nie!

Neugierig geworden?
Folgen Sie uns hier und erleben Sie das Event in dieser Woche mit:

Facebook:
www.facebook.com/youthagsummit

Instagram:
www.instagram.com/youthagsummit
Wichtiger Hinweis für Pflanzenschutzmittel und Biozide
Für Pflanzenschutzmittel: „Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“
Für Biozide: „Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.“