Produkte

Frische Ideen gesucht: 100 junge Vordenker entwickeln neue Ansätze zur Welternährung

"The table is set for change" - Die Teilnehmer des Youth Ag-Summit 2015
26 Aug 2015
"The table is set for change" - Die Teilnehmer des Youth Ag-Summit 2015
Bis 2050 werden mehr als 9 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Diese müssen alle ernährt werden, obwohl es immer weniger Anbaufläche für die Nahrungsmittelproduktion gibt. Kern dieses Dilemmas ist die Frage, wie das nachhaltig geschehen kann. Um diese Frage zu beantworten, bringen Bayer und die australische Landwirtschafts-Jugendorganisation Future Farmers Network (FFN) auf dem Youth-Ag Summit vom 24. bis zum 27. August 100 junge Vordenker aus 33 Ländern im Alter von 18 bis 25 Jahren zusammen. Die Abgesandten werden sich intensiv mit der Bedeutung von Wissenschaft und moderner Landwirtschaft für die Welternährung auseinandersetzen.
Auch Deutschland ist auf dem Youth Ag-Summit 2015 vertreten. Ihre Ideen für die weltweite Ernährungssicherung bringen Marcus Görlich, Julia Müller, Marion Pitz und Helen Schiller in Australien mit ein. Sie alle mussten sich im Vorfeld bewerben. Ihre Aufgabe: Schreibe einen Aufsatz über deine Idee zum Stopp des Welthungers. Und das in aller Kürze und international: mit maximal 1.500 Wörtern und auf Englisch.
Marcus Görlich (23) wird ab diesem Herbst Agrarwissenschaften studieren und kommt aus Borgholzhausen (NRW). Julia Müller (23) aus Altbach (Baden-Württemberg) kennen viele als stellvertretende Vorsitzende beim Bund der Deutschen Landjugend (BDL). Marion Pitz (21) studiert bereits Agrarwissenschaften und wohnt in Bonn. Helen Schiller (18) ist noch Schülerin. Sie kommt aus Schleswig-Holstein. Bekannt geworden ist Helen Schiller insbesondere durch ihren ersten Platz bei der zweiten Staffel des Videowettbewerbs Clip my Farm.

Auf dem Gipfel haben die jungen Abgesandten die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich interessante Vorträge von Gastreferenten anzuhören sowie im Rahmen von Gruppenarbeiten Ideen auszutauschen und an Fachexkursionen teilzunehmen. Sie verpflichten sich, für die regionalen Bedingungen in ihrem Land entsprechende Lösungen zu erarbeiten und in ihrer jeweiligen Heimat als Agrar-Botschafter zu fungieren.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung und der drängenden Probleme, die damit verbunden sind, liegt der Fokus der interaktiven Veranstaltungen auf Nachhaltigkeit, Führung und Innovation. Diese Themen wurden größtenteils in Essays bearbeitet, die die Abgesandten zuvor im Rahmen der Bewerbungsphase eingereicht hatten.

„Wir freuen uns sehr, dieses einmalige Event mitveranstalten zu dürfen“, sagte Georgie Aley, Direktoriumsvorsitzende von Future Farmers Network. „Junge Leute haben ein großes Potenzial, um Ernährungslösungen auf globaler und regionaler Ebene mitzu-gestalten. Wir freuen uns auf einen offenen Dialog und auf ihre Ideen und Ansichten.“

„Dies ist der zweite Youth-Ag-Summit und wir sind stolz, dass unsere Initiative nun in Canberra in die nächste Runde geht. Australien ist, was moderne Landwirtschaft angeht, richtungsweisend und ein ausgezeichneter Gastgeber für diese Veranstaltung“, sagte Bernd Naaf, Vorstandsmitglied bei Bayer CropScience. „Wir sind beeindruckt von den klugen Köpfen und den großartigen Organisationen, die wir an Bord haben. Gemeinsam wollen wir ein langfristig angelegtes globales Netzwerk aus künftigen Führungs-persönlichkeiten und starken Partnern in der Landwirtschaft aufbauen“, so Naaf weiter.  

Justin Whittle, Abgesandter aus Australien: „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich zu den Glücklichen gehöre, die am Gipfel teilnehmen können. Nahrungsmittelsicherheit ist meine Leidenschaft und ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Abgesandten aus aller Welt.“ Amanda Kharisma aus Indonesien fügt hinzu: „Für mich ist das eine sehr wertvolle Erfahrung. Ich hoffe, dass ich viele Ideen mitnehmen und so zum Fortschritt in meinem Land beitragen kann."

Der Gipfel bietet jungen Vordenkern eine Plattform, um Herausforderungen zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln – im kleinen wie im großen Rahmen. Dies soll sich in den Ergebnissen der Veranstaltung widerspiegeln. Das persönliche Engagement wird in der Entwicklung der „3 kleinen Dinge“ festgehalten. Dabei handelt es sich um individuelle Herausforderungen zu Ernährungs- und landwirtschaftlichen Problemen, die die Delegierten zu Hause auf regionaler Ebene angehen wollen.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist die „Canberra Youth Ag Declaration“, ein weltweiter Aufruf, die drängenden Probleme der modernen Landwirtschaft anzugehen. Die Erklärung wird auf der Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen vorgetragen, die vom 12. bis 15. Oktober in Rom stattfindet.
Mehr über die Delegierten sowie die Pressemappe zum Herunterladen finden Sie unter: www.youthagsummit.com