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Ackerbauliche Maßnahmen

Alle ackerbaulichen Maßnahmen sollten darauf ausgerichtet sein, dass gewisse Unkräuter oder Ungräser nicht bevorzugt werden und ihre Befallsdichte auf der Fläche möglichst gering bleibt.

Fruchtfolge

Vermeiden Sie einseitige Fruchtfolgen.

Denn je einseitiger eine Fruchtfolge ist, desto stärker vermehren sich Unkräuter oder Ungräser, die an den Wachstumsrythmus der angebauten Kulturpflanzen angepasst sind. Beispiele hierfür sind das starke Auftreten von Ackerfuchsschwanz oder Windhalm in Weizen-Monokulturen. Bei Mais Monokulturen findet man eine starke Zunahme von Gänsefuß-, Melde- und Nachtschatten-Arten, aber auch von verschiedenen Hirse-Arten.

Erweitern Sie Ihre Fruchtfolge um Blattfrüchte und/oder Sommerungen, gerade bei stärker werdendem Ungrasdruck mit Ackerfuchsschwanz oder Windhalm.

Dadurch wird die Auflaufrate der Gräser, die typische Herbstkeimer sind, deutlich reduziert.  Zudem haben Sie mehr Zeit, durch zusätzliche Bodenbearbeitungsmaßnahmen Ungrassamen im Boden zur Keimung anzuregen und diese später die durch mechanische oder chemische (Totalherbizid) Maßnahmen zu bekämpfen.

Ferner haben Sie so die Möglichkeit, auf mehr Herbizide aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen zurück zu greifen und somit den Selektionsdruck auf resistente Individuen zu verringern.

Bodenbearbeitung

Setzen Sie  Bearbeitungsverfahren ein, die verhindern, dass Unkrautsamen sich im Boden anreichern und somit zu einem Anstieg der Besatzdichte führen. Hier gibt es nicht nur einen Weg,  der zum Ziel führt.

Speziell auf Flächen, mit Ackerfuchsschwanz und Windhalm ist in den letzten Jahrzehnten ein Anstieg der Ungrasdichte zu verzeichnen, der auch damit zusammenhängt, dass die Intensität der Bodenbearbeitung reduziert und auf den Pflug verzichtet wurde.  Speziell bei diesen Ungräsern sterben umso mehr Samen ab, je tiefer sie in den Boden eingemischt werden. Umgekehrt kommen mehr Samen zur Keimung,  je flacher sie in den Boden eingearbeitet werden. Hier kann die Ungrasdichte sich in kurzer Zeit vervielfachen, insbesondere wenn die Wirkung der Herbizidmassnahmen in der Kultur unzureichend ist.

Der regelmäßige Einsatz des Pfluges hilft in jedem Fall den Ungrasdruck auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten. Wird dennoch auf den Pflug verzichtet, ist es nicht mit einer einmaligen Bodenbearbeitung getan. Es sollte über mehrmalige Bearbeitungsmaßnahmen in unterschiedlichen Tiefen nachgedacht werden. Außerdem sollte vor der Aussaat der Kulturen ein Totalherbizid gegen die bereits aufgelaufenen Ungräser und Unkräuter eingesetzt werden.

Saattermin

Setzen Sie auf angepasste Saattermine. Winterweizen, Wintergerste nicht zu früh säen.

Bei vielen Kulturen sind die Saattermine für optimale Erträge durch ein sehr enges Zeitfenster vorgegeben. Bei den Wintergetreide-Arten, insbesondere bei Winterweizen kann die Aussaat über einen langen Zeitraum, ab Anfang September bis zum Wintereinbruch erfolgen. Versuche zeigen, dass bei Frühsaaten deutlich mehr Ackerfuchsschwanz aufläuft als bei späteren Saatterminen.  Deshalb verschieben Sie – wenn immer machbar- die Aussaaten auf Anfang Oktober.

Dadurch haben Sie zusätzlich ein größeres Fenster für mechanische Bodenbearbeitungsmaßnahmen, mit denen die Keimung der Ungräser angeregt wird und diese anschließend vor der Saat mechanisch und/oder chemisch bekämpft werden können.

Konkurrenzstarke Bestände

Führen Sie Ihre Bestände so, dass diese mithelfen, die Unkrautkonkurrenz zu unterdrücken. Dadurch wird die Vermehrungsrate von Unkräutern und Ungräsern reduziert. 

Dies kann geschehen durch die Auswahl von Getreide-Sorten mit hohem Blattfächen-Index oder mit höherer Aussaatstärke bzw. einer Bestandesführung, die dünne Bestände vermeidet. Verwenden Sie Saatgut mit hoher Keimfähigkeit und Vitalität.

Hygiene Maßnahmen

Vermeiden Sie die Verschleppung von Samen von Flächen mit Verdacht auf Resistenzen auf andere Flächen! Reinigen Sie die Bearbeitungs- oder Erntegeräte!