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Erkenntnisse und Ergebnisse

Resistenzmanagement Ackerfuchsschwanz in Anröchte-Berge – Erste Erkenntnisse

Der Dauerversuch in der Nähe von Soest liefert eine Fülle von Daten, deren Auswertung sehr umfangreich ist und nach wissenschaftlichen Prinzipien erfolgen soll.  „ Wir befinden uns derzeit in der Phase der Datenerhebung. Die Auswertung der Daten und deren Analyse wird tendenziell gegen Ende des Versuches intensiviert.“, so Dirk Kerlen, der als Entwicklungsmanager das Projekt verantwortlich betreut.

Nach drei Versuchsjahren lassen sich schon erste Erkenntnisse ableiten: So zeigen sich zwischen den Bodenbearbeitungsverfahren erhebliche Unterschiede in der Dynamik der Bestandsdichte. In den nichtwendenden Verfahren findet sich in den unbehandelten Kontrollen nach zwei Versuchsjahren 3-4 mal mehr  Ackerfuchsschwanz als in der Pflugvariante. Bei den nichtwendenen Verfahren ist vor der Saat der Einsatz von Glyphosat gegen den aufgelaufenen Ackerfuchsschwanz in der Regel Pflicht.

Ferner sah man in diesem Jahr, dass die Wirkungsgrade der eingesetzten Herbizide bei der Pflugvariante deutlich besser waren als in den nichtwendenden Bearbeitungssystemen. Lediglich die Herbizidvariante „Vorlage eines Bodenherbizides (Cadou Forte) im Herbst gefolgt von Atlantis WG im Frühjahr“ konnte bei der tiefmischenden und der flachmischenden Variante überzeugen. Das bedeutet: Reduzierte Bodenbearbeitungssysteme erfordern bereits nach kurzer Zeit einen erhöhten Aufwand in der Ackerfuchsschwanzbekämpfung.