Agrar Magazin / Mais - Saatgut

Bayer-Berater Robert Hanel (li.) und Kunde Christoph Denecke (re.)
Mais - Saatgut

Maisanbau: Vertrauensvolle Partnerschaft im Oderbruch

Reportage– Lesezeit ca. 3,5 Minuten

Dürrereiche Monate liegen hinter den Landwirten in Deutschland – im dritten Jahr in Folge. Dem Mais auf den Anbauflächen der Agrargenossenschaft Oderbruch Zechin (AGO Zechin) sieht man diese Belastung nicht an. Dicht an dicht reihen sich gesunde Pflanzen mit gleichmäßig ausgebildeten Maiskolben. Häcksler arbeiten sich im Akkord durch die 800 Hektar großen Felder. Vier Schlepper fahren Kolonne, sammeln den klein gehäckselten Mais in den riesigen Ladeanhängern. Der Motorenlärm ist ohrenbetäubend, wenn die Schwergewichte vom Acker auf die Landstraße abbiegen und die Ernte zum Silo transportieren. Daraus gewinnt der Betrieb Futter für die eigene Rinderzucht und beliefert die nahegelegene Biogasanlage mit Silomais.
2020er Maisernte in Zechin
Herbstzeit ist Erntezeit:

Die Landwirte der AGO Zechin sind knapp einen Monat mit der Maisernte beschäftigt. Der Betrieb baut außerdem Getreide und Ölsaaten an.

Christoph Denecke, Landwirt und Leiter der Pflanzenproduktion bei der AGO Zechin, grubbert  gerade das erste abgeerntete Feld. Damit bereitet er die Aussaat der Wintergerste vor, die Kollegen ein paar Tage später vornehmen. Seit 2002 arbeitet der Mais-Experte hier. Nach jeder Ernte im Frühherbst plant er den Maisanbau für das Folgejahr. Eine komplexe Angelegenheit, schließlich gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen, wie Personal, technische Ausstattung und Auslastung der Maschinen auf dem Hof. Außerdem spielen die Bodenqualität und Witterungsbedingungen samt zunehmenden Dürreperioden eine entscheidende Rolle. Die muss jeder Betrieb nehmen, wie sie kommen. Doch mit der Wahl des Saatgutes lassen sich auch schwierige Anbaubedingungen optimieren – und bessere Ertragsergebnisse erzielen.

Gemeinsam

mit Robert Hanel von Bayer wähle ich die nächste Maissorte aus. Ich vertraue seinem Urteil. Er weiß, welche Sorte am besten zu uns passt.
C. Denecke

Das eigene Wissen ergänzen

Um die beste Wahl zu treffen und erfolgreich zu wirtschaften, setzt Denecke auf partnerschaftliche Hilfe – von Bayer-Fachberater Robert Hanel. „Ich vertraue seinem Urteil. Er weiß ganz genau, welche Sorte am besten zu uns passt und uns hilft, ein stabiles Ertragsergebnis einzufahren“, sagt der Landwirt, der den Schlepper für ein kurzes Gespräch mit seinem Fachberater verlassen hat. „Deshalb wähle ich seit sieben Jahren gemeinsam mit Robert die Maissorten für die nächste Aussaat aus.“
Christoph Denecke (li.) & Robert Hanel im Gespräch
Vertrauensvolle Zusammenarbeit:

Landwirt Christoph Denecke (li.) und Robert Hanel sind Partner auf Augenhöhe. Gemeinsam planen sie die Sortenwahl für das nächste Jahr.*

Seit 2013 arbeitet Robert Hanel bei Bayer als Außendienst-Mitarbeiter in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Sein Schwerpunkt: Mais- und Rapssaatgut. Nicht nur das Interesse für den Maisanbau verbinden die beiden. Es passt auch zwischenmenschlich – dank eines partnerschaftlichen Verhältnisses auf Augenhöhe. „Eine wichtige Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Hanel. „Das Oderbruch ist eine spezielle Region mit den schwersten Böden in ganz Brandenburg. Über die Sortenwahl aus unserem DEKALB-Portfolio und die Aussaatstärke drehen wir gemeinsam mit den Landwirten wichtige Stellschrauben, um eine bessere Ernte zu erzielen.“

Von starker Partnerschaft profitieren

Im Oderbruch reichen die Bodenpunkte von 28 bis 78 – bisweilen auf einem einzigen Schlag. Um die richtige Sorte und Aussaatstärke zu finden, muss Denecke Reifezahl, Deckungsgrad und Anbaufläche berücksichtigen. „Es ist jedes Mal spannend zu sehen, was am Ende bei unseren Überlegungen und Anstrengungen herauskommt“, sagt der Landwirt. „Passen die Bedingungen, ist der züchterische Vorteil natürlich um Längen besser. Doch diese Sorten müssen auch in Dürrezeiten, wie wir sie zuletzt drei Jahre hintereinander hatten, überzeugen.“
Schnelle Hilfe gibt es auch spontan am Feldrand
Unkomplizierte Kooperation:

Zur Erntezeit und zum Aussaattermin schaut Robert Hanel regelmäßig bei der AGO Zechin vorbei - auch spontane Beratung am Feldrand sind kein Problem.*

Neben der Bodenqualität ist das Wetter ein entscheidender Faktor bei der Ertragsbildung. Seit der engen Zusammenarbeit mit Bayer zeigten sich speziell in den trockenen Jahren deutliche Unterschiede. „Mit SiloEnergy® ist es uns gelungen, den Ertrag trotz schwieriger Bedingungen zu stabilisieren“, sagt Denecke, der Robert Hanel eng in Planung, Aussaat und Ernte einbezieht. Dieser ergänzt: „Die hier gewonnen Erkenntnisse gebe ich direkt an andere Betriebe weiter, so profitiert die gesamte Region.“

SiloEnergy®: Mehr Ertragssicherheit schaffen

SiloEnergy® ist ein kostenloses Beratungsangebot aus dem DEKALB-Portfolio von Bayer für den Maisanbau. Hierbei empfehlen Fachberater Maissorten passend zum Standort und der Nutzungsrichtung samt idealer Aussaatstärke. Sind Ertragskarten vorhanden und die Maschinen geeignet, lässt sich das Saatgut variabel auf einem Schlag aussäen. Alternativ werden Sorten und Aussaatstärke für jedes Feld je nach Ertragspotenzial berechnet. „Dank SiloEnergy® entwickeln sich unsere Maisbestände von der Jungpflanze bis zur Ernte sehr gut,“, sagt Denecke. „Wir erzielen ein besseres Ertragsergebnis und sparen kostbare Zeit, weil uns passende Sorten und Angaben zur Aussaat direkt an die Hand gegeben werden.“

Landwirte können jederzeit den webbasierten Aussaatstärke-Rechner von Bayer nutzen, um selbst an einer Stellschraube für stabilere Erträge zu drehen. Hanel: „Dieser Rechner ersetzt allerdings nicht die persönliche Beratung, bei der wir entscheidende Kriterien wie die Bodenqualität und die technische Ausstattung mitberücksichtigen.“

Mit der richtigen Sortenwahl und Aussaatstärke holen wir das Beste aus den Böden bei jedem Betrieb heraus. So begegnen wir den Herausforderungen schwerer und leichter Böden.
R. Hanel
Agrargenossenschaft Oderbruch Zechin
/// Agrargenossenschaft Oderbruch Zechin ///
Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen MILA Genschmar GmbH bewirtschaftet die AGO Zechin eG 2.730 Hektar Ackerland. Ein Schwerpunkt bildet der Getreideanbau mit Winterweizen, -raps, -gerste und -roggen. Auf 800 Hektar wachsen Silomais, mit dem der Betrieb die nahegelegene Biogasanlage beliefert, und Futtermais für die eigene Rinderzucht. Ackergras und Klee ergänzen das Grundfutter, das der Betrieb durchweg selbst anbaut. Der Rapsanbau bildet ein weiteres Standbein. Darüber hinaus bewirtschaftet und pflegt die AGO Zechin 695 Hektar Grünland in den Oderwiesen, auf dem weder Pflanzenschutzmittel noch mineralische Dünger zum Einsatz kommen. Der Ausbildungsbetrieb beschäftigt 26 Mitarbeiter.

*Während der Produktion dieses Beitrags wurde stets auf die korrekte Wahrung des Sicherheitsabstandes in Bezug auf Covid 19 geachtet. Die perspektivische Ausrichtung in Fotografien kann hier täuschen. // Anmerkung der Redaktion/// Okt. 2020
Starke Partner im Mais

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