Agrar Magazin / Land und Leute

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Land und Leute

Philipp Andlauer: sein Ziel ist die Nummer eins

Seine härteste Nuss? Philipp Andlauer grinst. Der 30-jährige Vertriebsberater weiß auf Anhieb, wer sich am schwersten tat, seinen Rat anzunehmen: "Ganz klar: mein Vater." Mit welchem Ergebnis? "Mit einem guten", sagt der Bayer-Experte. "Wenn es um Pflanzenschutz und Ackerbau geht, da bin ich inzwischen Ansprechpartner Nummer eins. Und zwar nicht nur für ihn."

Ein Mann aus der Praxis

Die anderen Landwirte im äußersten Südwesten Deutschlands machten es ihm da deutlich leichter. "Die haben schnell gemerkt, dass ich ja auch aus der Praxis komme und ihnen nicht einfach etwas aufschwätzen will." Schließlich wolle er ihnen ja helfen, bessere Erträge zu erzielen. Seit drei Jahren macht er das als Bayer-Vertriebsberater.

Kappel-Grafenhausen nennt sich der Ort, in dem er als Landwirtssohn aufgewachsen ist. 40 Kilometer sind es bis Freiburg, und die französische Grenze hat er praktisch unmittelbar vor Augen. Wer sich hier mit den Menschen verstehen will, muss vor allem eines: ihre Sprache sprechen. Damit meint Andlauer keineswegs nur das Elsässische, diese Mischung aus Deutsch und Französisch, die er perfekt beherrscht. Ihm geht’s dabei auch um die Inhalte. Beratung aus der Praxis für die Praxis. "Die Leute sollen merken: Ich bin für sie da."
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Der Maiskönig im Süden

Die Leute - das sind rund 4000 bis 5000 Landwirte in ganz Baden - sowohl eine der kältesten Regionen Deutschlands als auch die wärmste. Schließlich gehört die sonnenverwöhnte Rheinebene ebenso dazu wie der Schwarzwald. Die Folge: "Ich habe Weizen auf einer Höhenlage stehen von 80 Metern bis zu 900 Metern."
Am häufigsten hat er es jedoch mit Mais zu tun. Körnermais. "Ja, man kann sagen, ich bin quasi der Maiskönig im Süden", lacht er. Da treffe es sich gut, dass Bayer so ein ausgezeichnetes Produktportfolio für den Mais habe. "Ich will nicht angeben", schiebt er nach, "aber beim Mais sind wir schon die Besten." Und nicht zu vergessen: "Im Getreide-Fungizid-Bereich natürlich ebenfalls."

Der studierte Landwirt weiß allerdings auch: "Landwirte wissen es zu schätzen, wenn man bei Bedarf auch mal ein Produkt vom Wettbewerb empfiehlt." Das habe etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Mit Vertrauen. Und beides ist ihm "ungeheuer wichtig." Denn: "Wenn ich irgendwo auf den Hof komme, sehen die Kunden nicht nur die Firma Bayer, sondern auch den Philipp Andlauer."
Und der weiß tatsächlich fast immer Rat. "Vermutlich hängt das auch mit meinem Wissensdurst zusammen", erklärt er. Fachliteratur lese er einfach gerne. Und wenn er sonntags mit seiner Frau durch die Landschaft radelt, muss er einfach immer wieder stehen bleiben, um sich die Felder anzuschauen. "Schalt‘ doch endlich mal deinen Kopf ab", fordert dann seine Frau Petra - und weiß gleichzeitig, dass er es doch nicht tut. Schwierigkeiten in der Ehe bringt sein Verhalten nicht, denn Petra kennt nicht nur seine Liebe zum Job, sie kennt auch das Metier: Auch sie hat ebenfalls Landwirtschaft studiert.
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Tief verbunden mit Land und Leuten

Seit drei Jahren ist er nun für Bayer tätig. Vorher hatte er bei einem Landmaschinen-Hersteller gearbeitet, und in einem kanadischen Ackerbau-Betrieb war er stellvertretender Farmleiter. Warum er wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist? "Ehrlich gesagt: aus Heimweh."
Und hat er es schon mal bereut? "Nur selten", sagt er. Dafür mache er die Arbeit zu gern. Die Beratung der Landwirte. Die Gespräche mit den Händlern. Die Flurbegehungen. Die Winter-Veranstaltungen. Sein eigenes kleines Versuchsfeld.
Und weil ihm das alles noch nicht reicht, hat er noch eine Aktion ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Was wächst denn da?" fährt er mit Interessenten in die Felder und zeigt ihnen etwa, wie und wo die Gerste für ihr Bier wächst.
Eigentlich würde er ja gern noch viel mehr machen. Aber dafür fehlt dann doch die Zeit. "Die Bürokratie", stöhnt er, "die ist ein echter Zeitfresser. Aber wenn man in so einer sonnigen Region wie ich arbeiten kann, dann muss man eben auch mal ’ne kleine Schattenseite aushalten können."

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