Agrar Magazin / Forward Farming

Anwenderschutz Koffer
Forward Farming

Zertifizierte Ärmelschürze für praktische Anwendersicherheit

Mehr Kontrollen, finanzielle Konsequenzen: Landwirte werden stärker als bisher in die Pflicht genommen, Risiken beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln zu vermeiden. Der Bayer-Koffer Anwenderschutz enthält die nötige Ausrüstung.
Bisher gab es Kennzeichnungsauflagen, nun gelten sogenannte Anwendungsbestimmungen. Damit legt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Latte für Landwirte deutlich höher. Wer Anwendungsbestimmungen missachtet und beim Hantieren mit Pflanzenschutzmitteln nicht die vorgeschriebene Schutzkleidung trägt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Verstöße können durch die zuständigen Überwachungs- und Kontrollbehörden der Länder mit einem Bußgeld geahndet werden, zudem können sie zu Kürzungen bei EU-Direktzahlungen führen.

Individuelle Vorgaben für jedes einzelne Produkt

Unter den Adressaten herrscht Verwirrung: Mancher fragt sich, ob die Neuerung bedeutet, dass er selbst in der Kabine seines Schleppers eine komplette Schutzausrüstung tragen muss. Es geht aber nicht in jedem Fall um das Maximum an denkbaren Maßnahmen. Vielmehr muss beachtet werden, was genau auf dem Etikett und der Verpackung des Pflanzenschutzmittels steht, die Vorgaben sind für jedes Produkt individuell festgelegt - und haben sich in ihrer Aussage meist nicht geändert.

Absolutes Minimum beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln ist intakte Arbeitskleidung. Diese besteht aus einer langärmeligen Jacke und einer langen Hose beziehungsweise einem langärmeligen Arbeitsanzug (Material: Baumwolle/Polyester, mit mindestens 65 % Polyester ≥ 250 g/m²). Sicherheitsschuhe und geeignete Handschuhe sollten ebenfalls als Grundausrüstung selbstverständlich sein. Je nach Mittel oder Anwendung liegen die Anforderungen jedoch höher, und das aus gutem Grund: Je nach Wirkstoff-Eigenschaften können Pflanzenschutzmittelwirkstoffe beispielsweise über die Haut oder die Atemwege in den menschlichen Körper gelangen. Wie hoch dieses Risiko ist, wird im Zulassungsverfahren für jedes Pflanzenschutzmittel individuell geprüft. Daraus leiten die Experten wirksame Maßnahmen zur Risikominimierung ab: die Anwendungsbestimmungen für Anwender beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln.

Schürze mit Ärmeln ist unkompliziert und sicher

Landwirte finden es umständlich, sich mehrfach komplett umzuziehen. Schutzanzüge, die oftmals für den Umgang mit dem unverdünnten Mittel vorgeschrieben sind, bestehen aus besonders dichtem Gewebe,  sind nicht sehr atmungsaktiv und werden darum nicht gerne getragen. Bayer hat in Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft (SVLFG) eine spezielle Ärmelschürze – auch Rückenschlusskittel genannt – entwickelt, die vom Material her den Vorgaben entspricht, die ein Pflanzenschutzanzug erfüllen muss, aber gleichzeitig einen viel höheren Tragekomfort bietet und unkompliziert an- und wieder auszuziehen ist. Gemeinsam mit der Firma Coenen Neuss GmbH & Co. KG, einem Spezialanbieter für Arbeitsschutzkleidung, hat Bayer einen Koffer mit Grundausrüstung für den Anwenderschutz zusammengestellt, der die Anforderungen des BVL erfüllt.
Anwenderschutz Koffer

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Enthalten sind neben der zertifizierten Ärmelschürze außerdem Chemikalienschutzhandschuhe aus Nitril, eine Korbbrille, die Spritzer und Staubpartikel von den Augen fernhält sowie eine Halbmaske mit ABEK-Gasfilter, die das Einatmen von schädlichen Dämpfen verhindert. Auch an eine Augenspülung und einen hochwirksamen Handreiniger haben die Entwickler gedacht.

Den "Bayer Koffer Anwenderschutz" können Landwirte mit Bonuspunkten aus dem >> Premeo-Programm oder mit Premeo-Punkten plus Zuzahlung erwerben. Einzelne Bestandteile lassen
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