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Raps im Herbst: Warum starke Bestände heute wichtiger sind denn je

Neue Herausforderungen im Rapsanbau

Der Rapsanbau verändert sich. Besonders der Rapserdfloh stellt viele Betriebe im Herbst vor große Herausforderungen. Der Schädling kann junge Rapspflanzen bereits im frühen Entwicklungsstadium stark schwächen. Neben dem typischen Lochfraß an Keim- und Laubblättern sind vor allem die Larven problematisch, die sich in der Pflanze einnisten und über den Winter zu deutlichen Pflanzenverlusten führen können. Der Rapserdfloh wird aktuell als eine der wichtigsten Einflussgrößen im Rapsanbau beschrieben; der Bekämpfungserfolg beginnt dabei bereits mit der Etablierung eines kräftigen Bestandes und nicht erst mit der Insektizidmaßnahme.

Gleichzeitig wird die Bekämpfung mit Insektiziden immer schwieriger. Pyrethroide stehen zwar weiterhin als wichtige Wirkstoffgruppe zur Verfügung, sollten aber nur gezielt und nach Überschreiten von Bekämpfungsrichtwerten eingesetzt werden. Die Anti-Resistenzstrategie für Rapsschädlinge weist darauf hin, dass sich Resistenzmechanismen bei Rapserdfloh in Deutschland ausbreiten und in einigen Regionen deutliche Minderwirkungen im Feld auftreten können. Deshalb gewinnen Monitoring, Bekämpfungsrichtwerte und integrierte Maßnahmen weiter an Bedeutung.

Wer vorbereitet sein will, sollte das Monitoring rechtzeitig einplanen:
Die MagicTrap 2 automatisiert die Überwachung im Raps, unterstützt die regelmäßige Kontrolle und informiert per Push-Benachrichtigung bei starkem Zuflug oder Überschreiten der Schadschwelle.
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Frühe Saat und wüchsige Sorten: Chance und Risiko zugleich

Viele Betriebe reagieren auf den steigenden Schädlingsdruck mit angepassten Strategien. Dazu zählen eine sorgfältige Saatbettbereitung, ein zügiger Feldaufgang, vitale Sorten und in manchen Regionen auch frühere Saattermine. Ziel ist es, den Pflanzen einen Entwicklungsvorsprung zu geben, damit sie Fraßschäden besser kompensieren können.  Diese Strategie birgt allerdings auch Gefahren, denn wüchsige Bestände unterliegen dem Risiko von Auswinterung und Frostschäden.

Genau hier entsteht die neue Herausforderung: Was gegen Rapserdfloh helfen kann, also frühe Saat und stark wachsende Bestände, kann gleichzeitig zu sehr üppigen Rapspflanzen vor dem Winter führen. Wird der Vegetationskegel zu stark angehoben, steigt das Risiko für Auswinterung. Entscheidend ist deshalb eine gezielte Herbstführung: Der Raps sollte vital, gut bewurzelt und kräftig in den Winter gehen, aber gleichzeitig kompakt bleiben. Eine gesunde Einzelpflanzen sollte mit 8 bis 12 Laubblättern, ca. 1 cm Wurzelhalsdurchmesser und einem kompakten Vegetationskegel durch den Winter gehen.

Tilmor - Seit Jahren. Aus gutem Grund.

Tilmor als Baustein für kompakte und gesunde Bestände

Tilmor® ist ein Fungizid für den Einsatz im Winterraps und wird zur Bekämpfung pilzlicher Krankheiten sowie zur Erhöhung der Stand- und Winterfestigkeit eingesetzt. Das Produkt enthält 80 g/l Prothioconazol und 160 g/l Tebuconazol in einer EC-Formulierung.

Die Kombination aus Prothioconazol und Tebuconazol vereint eine starke fungizide Leistung gegen Phoma mit wachstumsregulierenden Effekten. Tilmor® unterstützt eine kompakte Bestandesentwicklung, fördert die Wurzelbildung, verbessert die Stand- und Winterfestigkeit und hilft dabei, vorzeitige Stängelstreckung sowie ungleichmäßige Bestände zu vermeiden.

Rapspflanze links unbehandelt und rechts mit Tilmor behandelt

Links: Tilmor 1 Liter, Rechts: Unbehandelte Kontrolle
Foto: November 2025

Gerade bei frühen Saatterminen oder wüchsigen Sorten kann diese Wirkung entscheidend sein. Denn starke Bestände sind nur dann ein Vorteil, wenn sie kontrolliert in den Winter gehen. Ein kompakter Vegetationskegel und eine gute Wurzelentwicklung schaffen die Basis für eine sichere Überwinterung und eine stabile Frühjahrsentwicklung. Versuchsergebnisse zeigen für Tilmor® 1,0 l/ha im Herbst eine sehr gute Einkürzung von 31 Prozent im Vergleich zur unbehandelten Variante sowie positive Effekte auf Wurzelentwicklung und Nebentriebbildung.
Rapspfeld links unbehandelt und rechts mit Tilmor behandelt
Raps Wuchshöhe im Herbst

Quelle: 45 Versuche der Bayer CropScience von 2015 bis 2021, Unbehandelt 25,92 cm

Was leisten die Wirkstoffe?

Prothioconazol und Tebuconazol gehören zur Gruppe der Azol-Fungizide beziehungsweise DMI-Fungizide mit der FRAC-Gruppe 3. Azole greifen in den Sterol-Biosynthese-Weg der Pilze ein und besitzen gleichzeitig eine phytoregulatorische Nebenwirkung auf die Pflanze. Durch die Interaktion mit dem Gibberellinstoffwechsel wird das Streckungswachstum der Internodien reduziert. Im Raps äußert sich dies durch:

  • Kompaktere Rosettenbildung mit kürzeren Blattstielen
  • Tiefer sitzender Vegetationskegel – wichtiger Schutz vor Frostschäden
  • Verstärkter Wurzelhalsdurchmesser – verbesserte Standfestigkeit und Nährstoffversorgung
  • Reduziertes Risiko der Überentwicklung bei früher Saat und warmer Herbstwitterung

Für die praktische Anwendung im Raps bedeutet das: Prothioconazol steht für eine starke fungizide Leistung gegen wichtige pilzliche Krankheiten, während Tebuconazol neben der fungiziden Wirkung auch für seine wachstumsregulierenden Eigenschaften bekannt ist. Metconazol zeichnet sich durch eine sehr starke wachstumsregulierende Eigenschaft aus und ist eher schwächer bei der fungiziden Leistung. Das Difenoconazol wiederum ist ein starker fungizider Partner und zeigt nur eine minimale Wachstumsregulierung.

Empfehlung für die Praxis

Die Herbstbehandlung sollte nicht schematisch erfolgen, sondern auf Basis von Bestandesentwicklung, Sorte, Saattermin, Witterung und regionalem Krankheitsdruck entschieden werden. Besonders bei wüchsigen Beständen, frühen Saatterminen oder erhöhtem Phoma-Risiko kann Tilmor® ein sinnvoller Baustein sein, um die Pflanze kompakt, gesund und winterfest zu führen.
Winterraps Einsatzempfehlung

Fazit

Der moderne Rapsanbau braucht neue Strategien. Der Rapserdfloh macht deutlich, dass eine erfolgreiche Bestandesetablierung heute stärker integriert gedacht werden muss: Sortenwahl, Saattermin, Monitoring, Bekämpfungsrichtwerte und Bestandesführung greifen ineinander. Tilmor® kann helfen, die Folgen neuer Anbaustrategien besser zu managen. Gerade wenn frühe Saat und wüchsige Sorten genutzt werden, unterstützt Tilmor dabei, den Raps kompakt, gesund und winterfest durch den Winter zu führen.
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