Agrar Magazin

Aktuelles

Bayer präsentiert führende Lösungen in einem herausfordernden Umfeld

  • Wirkstoffverluste im Pflanzenschutz stoppen – Forderung nach gezielten Ressourcen für die Bewertung neuer Wirkstoffe und Umsetzung von vorhandenen Risiko-Management-Optionen
  • Mehrgleisige Portfolio-Strategie mit dem Anspruch, der Landwirtschaft trotz herausforderndem Zulassungsumfeld zuverlässige Lösungen zur Verfügung zu stellen
  • MagicTrap Sticky sichert Monitoring und gezielte Maßnahmen bei der gefürchteten Schilf-Glasflügelzikade
  • Bariton® und Redigo® Pro – neue Getreidebeizen am Start
  • Mateno® Trio Set – die neue Flufenacet-freie Getreideherbizidkombination
  • Cayunis® Xpro Set – die neue 4er Kombination zum Schutz vor Getreidekrankheiten
  • Führendes DEKALB®-Maissortenportfolio für alle Nutzungsrichtungen und Standorte
  • Neue Herbizidkombinationen Merlin® Duo Pack und MaisTer® power Flexx überzeugen
  • Buteo® Start und Sivanto® Prime – neue insektizide Lösungen für die Rübe
  • Serenade® Soil Activ und Infinito® – neue und bewährte Lösungen für den Kartoffelschutz

Monheim, 05.03.2026

Wirkstoffe und Pflanzenschutzprodukte im freien Fall – Forderungen von Bayer
Dr. Susanne Kübbeler, Head of Regulatory Science

In der Europäischen Union (EU) ist bereits seit einigen Jahren ein deutlich spürbarer Rückgang bei den genehmigten chemisch-synthetischen, aber auch biologischen Pflanzenschutzmittelwirkstoffen festzustellen. Basis für die Wirkstoffgenehmigung ist die Verordnung (EG) Nr. 1107/2009. Diese sollte eigentlich ein Gleichgewicht schaffen: Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt auf der einen Seite und ausreichend Lösungen für die landwirtschaftlichen Probleme auf der anderen Seite. Dieses Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten. Grund dafür sind überbordende Regulierungsverfahren, die den realen Begebenheiten auf dem Acker nicht mehr gerecht werden. So wurde seit 2019 kein neuer chemisch-synthetischer Wirkstoff in der EU mehr genehmigt, gleichzeitig sind aber mehr als 84 chemisch-synthetische Wirkstoffe weggefallen. Auch bei biologischen Wirkstoffen ergibt sich ein Nettoverlust von fünf Substanzen. Zugleich stauen sich auf EU-Ebene etwa 76 Anträge für neue Wirkstoffe, deren Genehmigung sich aus regulatorischen Gründen verzögert. Die EU kann mit der Prüfung der selbst auferlegten Anforderungen nicht Schritt halten, wodurch immer mehr Innovationen im EU-Genehmigungsprozess festhängen.

Die Situation führt mehr und mehr zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit, die landwirtschaftlichen Kulturpflanzen im Feld zu schützen. So kommt die Ertragssicherung mittlerweile auch in großen Ackerbaukulturen unter Druck. Resistente Ungräser, wie Ackerfuchsschwanz und Weidelgras, oder neue Erreger der Kraut- und Knollenfäule, die Resistenzen gegen etablierte Wirkstoffe aufweisen, breiten sich immer weiter aus. Zudem führt der Klimawandel neue Schädlinge und Krankheiten in die Felder, wie zum Beispiel die gefürchtete Schilf-Glasflügelzikade, die in Rüben, Kartoffeln und Gemüse teils existenzielle Schäden verursacht. Diese und viele weitere Beispiele zeigen, wie akut die Situation ist. Die Landwirtschaft braucht Lösungen – und sie braucht sie schnell auch mit Blick auf die heimische Selbstversorgung.

Trotz enormer Anstrengungen und Investitionen in Forschung und Entwicklung leidet zunehmend die Verfügbarkeit genehmigter Wirkstoffe. In der EU ist aufgrund der regulatorischen Hürden die Wirtschaftlichkeit, neue Wirkstoffe zu genehmigen, deutlich geringer als in anderen Teilen der Welt. Entscheidend ist, das derzeitige Ausmaß der Verluste an chemisch-synthetischen, aber auch an biologischen Wirkstoffen auf der EU-Ebene und bei den Produktzulassungen in Deutschland zu stoppen. Es gibt dazu heute bereits die Möglichkeit – und zwar auf Basis des Artikels 4(7) der Verordnung (EG) 1107/2009 bei entsprechender Bedrohungslage und fehlenden Alternativen. Bislang macht die EU hiervon leider keinen Gebrauch.

Es braucht zudem schnell eine fundamentale Neuausrichtung des Genehmigungsverfahrens von Wirkstoffen auf EU-Ebene – weg von bestimmten Ausschlusskriterien, die auf rein theoretischen Gefahrenpotenzialen basieren, hin zu einer wissenschaftlichen und datenbasierten Bewertung. Würde man einige EU-Ausschlusskriterien risiko- statt gefahrenbasiert beurteilen, wie alle anderen Regionen der Welt es tun, könnten zahlreiche Wirkstoffe im Markt bleiben oder in den Markt kommen – ganz ohne Abstriche bei der Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt. Wenn das nicht passiert, wird der Druck auf die Landwirtschaft in Europa weiter steigen.

Die Landwirtschaftsbranche erwartet von dem „Food and Feed Safety Simplification Omnibus“ – einem Vorschlag der EU-Kommission für Wettbewerbsfähigkeit und zur Entbürokratisierung unter anderem der Pflanzenschutz-Zulassungsverordnung 1107/2009 – neue Impulse. Die erste Analyse ist jedoch ernüchternd. Die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz werden wir so nicht lösen. Und wie steht es um die Produktzulassung hierzulande? Hier sollten deutsche Gesetze angepasst werden, damit Widersprüche von Umweltverbänden gegen Neuzulassungen diese nicht mehr mit sofortiger Wirkung außer Kraft setzen, bevor die Prüfung auf Rechtmäßigkeit erfolgt ist. Denn Firmen, Landwirtinnen und Landwirte hierzulande haben ein Recht auf Planungssicherheit. Immer mehr Notfallzulassungen bieten weder der Industrie noch der Landwirtschaft eine ausreichende Planungssicherheit.

Marktbetrachtung im Zeichen schwindender Zulassungen – Bayer bietet Lösungen
Justus Scheurlen, Head of Value Proposition

Der Pflanzenschutzmarkt 2025 zeigte hierzulande ein moderates Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich bei den Verkäufen der Industrie. Treiber dieser Entwicklung war eine starke Zunahme bei den Herbiziden, insbesondere auch forciert durch Sondereffekte aufgrund von Abverkaufs- und Aufbrauchsfristen wichtiger Produkte mit Wirkstoffen wie S-Metolachlor und Flufenacet in 2024 und 2025. Damit gingen ein Bestandsabbau und Vorverkäufe im Markt einher. Andere Segmente, wie Fungizide und Insektizide, waren rückläufig. Bayer bleibt Marktführer im Pflanzenschutz und behauptet seine führenden Positionen unter anderem bei Getreideherbiziden, Getreidefungiziden und Maisherbiziden sowie im Segment Maissaatgut.

Als zentrale Herausforderung für die Landwirtschaft sieht das Unternehmen den fortschreitenden Verlust von Wirkstoffen und den entsprechenden Produkten infolge regulatorischer Einschränkungen und wegfallender Zulassungen. Diese Entwicklung führt zu Versorgungslücken und erhöhtem Anpassungsdruck in der landwirtschaftlichen Praxis. Ob beispielsweise durch den Wegfall von Flufenacet bei der Herbstbehandlung im Getreide, die Ausweitung der Flächen mit resistentem Weidelgras, den Wegfall von herbiziden Bodenwirkstoffen im Mais, das Bedrohungspotenzial aufgrund der Schilf-Glasflügelzikade, schwindende Beizoptionen bei Getreide, schwer zu kontrollierende Phytophthora-Stämme im Kartoffelbau, weiter eingeschränkte Herbizidoptionen in Zuckerrüben sowie die Problematik Vogelfraß in Mais: Alle diese Handlungsfelder erfordern dringend Antworten. Bayer hat sie – und stellt sich der Herausforderung, Wirkstoffwegfälle umgehend und möglichst gleichwertig zu ersetzen.

Bayer begegnet dieser Ausgangslage dabei mit einer Dreifachstrategie:
Erstens werden entstehende Lücken kurzfristig durch neue Produktkonzepte, etwa durch Flufenacet und S-Metolachlor-freie Herbizidlösungen im Mais und Getreide, alternative Beizlösungen bei Getreide und/oder mit der Unterstützung von Notfallzulassungen geschlossen. Im Bereich digitaler Lösungen kann Bayer mit einer bedeutenden Innovation aufwarten. Neu und ein echter Meilenstein ist die Erweiterung der MagicTrap 2 bei der Erfassung der Populationsdynamik der Schilf-Glasflügelzikade. Mithilfe des neuen Fallenkörpers StickyTrap – einer Klebetafel – werden über das Kameramodul der MagicTrap 2 zweimal täglich jeweils ein Bild auf das Smartphone des Nutzers gesendet. So ist gewährleistet das dieser täglich den aktuellen Überblick über das Zufluggeschehen hat. Das Monitoring liefert dadurch eine objektive Entscheidungsgrundlage für das Risikomanagement: Maßnahmen richten sich nicht nach dem Auftreten von Symptomen, sondern nach nachgewiesener Vektoraktivität. Je nach Region werden die Fallen ab Anfang Mai in den Beständen positioniert und in regelmäßigen Intervallen die Klebetafeln getauscht. Die Anzahl gefangener Individuen dient als Maß für die Flugaktivität der Schilf-Glasflügelzikade und zeigt somit das Zeitfenster, in dem eine Infektion der Bestände durch die Erreger wahrscheinlich ist. Dadurch können Behandlungen zielgerichtet erfolgen. Die neue Falle ist im Webshop “magicscout.app,” rechtzeitig vor der Monitoring-Saison 2026 erhältlich.

Zweitens wird die Wirksamkeit bestehender Wirkstoffe durch konsequentes und proaktives Resistenzmanagement geschützt, beispielsweise durch integrierte Produktkonzepte mit mehreren Wirkstoffen bei Getreidefungiziden und eindeutigen Beratungsempfehlungen bei Kartoffelfungiziden in Bezug auf Phytophthora infestans sowie Getreideherbiziden in Punkto Gräserkontrolle. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Landwirtschaft insgesamt die Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes konsequent umsetzt. Das schützt die Wirkstoffe vor Resistenzen und sichert letztendlich Ernten. Bayer unterstützt hier maßgeblich durch sein flächendeckendes Beratungsnetzwerk landwirtschaftlicher Betriebe einschließlich der ForwardFarms zur Förderung nachhaltiger Praktiken.

Drittens investiert Bayer unverändert die höchsten Etats der Branche in Forschung und Entwicklung, um neue innovative Lösungen auf den Markt zu bringen. Dabei wird gezielt auch in hohem Umfang in Deutschland und für den europäischen Markt investiert und es kommen modernste Entwicklungsmethoden zum Einsatz. Ein Beispiel aus der Wirkstoff-Forschung für den Einsatz moderner Technologien ist „CropKey“. In diesem Forschungsbereich setzt Bayer verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). Hierbei wird der Stoffwechsel der Zielorganismen mithilfe einer computergestützten Zielerkennung analysiert und ideale Eingriffspunkte werden identifiziert. Für diese Eingriffspunkte werden dann KI-basiert gezielt Moleküle „designed“, die wie ein Schlüssel ins Schloss passen. Gleichzeitig wird vorausschauend auf Sicherheitsprofile geachtet. Ein Beispiel aus dem Bereich der Sortenentwicklung ist die Präzisionszüchtung („Precision Breeding“). Dabei fließen mittels Künstlicher Intelligenz (KI) Informationen über Sorteneigenschaften aus jedem einzelnen Korn in die Züchtungsarbeit ein. Seed-Chipping, Marker-Züchtung, Genkartierung und Vorhersagealgorithmen sind die Instrumente, mit denen das möglich wird. Der große Vorteil dabei ist, dass man nicht nur auf eine bestimmte Sorteneigenschaft, zum Beispiel den Ertrag, züchtet, sondern weitere positive Sorteneigeneigenschaften, wie Pflanzenrobustheit, gleichzeitig berücksichtigen kann. Die Innovationspipeline von Bayer umfasst unter anderem neue Herbizide wie Icafolin, Neuheiten bei Getreidefungiziden (Iblon) und -herbiziden (Bixlozone Formulierung), verbesserte Formulierungen sowie kontinuierlich neue Maissorten.

Getreidebeizen unter Druck – Neue Komplettlösungen am Start
Peter Krings, Grower Marketing Manager

Mit Bariton® und Redigo® Pro hat Bayer zwei leistungsstarke Beizen im Getreideportfolio.Bariton bietet durch die Kombination zweier Wirkstoffe einen effektiven Basisschutz für Weizen-, Roggen- und Triticalesaatgut. Prothioconazol hemmt die Erneuerungsvorgänge in der Pilzmembran und Fluoxastrobin beeinträchtigt den Atmungsstoffwechsel in den Pilzzellen. Durch diese synergistische Wirkung wird eine Vielzahl wichtiger Infektionen frühzeitig und effektiv abgewehrt. Das Produkt schützt das Saatgut effizient gegen wichtige samen- und bodenbürtige Krankheitserreger wie Fusarium culmorum, Septoria nodorum, Steinbrand und Stängelbrand. Darüber hinaus vermindert die Beize den Anfangsbefall von wichtigen Erregern wie Fusarien. Der Einsatz von Bariton® hilft außerdem dabei, Verluste durch verminderten Auflauf, geringere Erträge, schlechtere Getreidequalität oder erhöhte Mykotoxinwerte zu vermeiden – außerdem kommt junges Getreide dank der Saatgutbehandlung besser über den Winter.

Redigo® Pro ist eine Allround-Lösung für die wichtigsten Getreidearten in Deutschland – Weizen, Gerste, Roggen, Triticale und Hafer. Redigo Pro basiert auf einer Kombination von Prothioconazol und Tebuconazol. Diese Wirkstoffe bieten zusammen unter anderem einen gezielten Schutz gegen schwierig zu erfassende, samenbürtige Erreger. Vor allem Flugbrand ist hier zu nennen. Gerstenflugbrand und Weizenflugbrand sind schwierig zu erfassen – Redigo® Pro mit dem darin enthaltenen Tebuconazol, kann hier höchste Wirkungsgrade verzeichnen. Dazu kommen eine hervorragende Verarbeitbarkeit, gute Fließfähigkeit und – in der Kombination mit dem Kleber Inteco – auch sehr niedrige Staubwerte.

Es wurde bereits auf die regulatorischen Unsicherheiten im Getreidebeizsegment hingewiesen, die die Planung für Beizstellen und Landwirte erheblich erschweren. Denn es ist unklar, wie lange die derzeit zugelassenen Lösungen dem Markt noch zur Verfügung stehen. Klar ist, dass Bariton langfristig zugelassen ist. Redigo® Pro ist jedenfalls mittelfristig die Lösung, um das Beizsegment zu bereichern und wichtige Wirkungsspektren, etwa gegen Flugbrand in der Gerste, beizubehalten.

Ungrasbekämpfung im Getreide ohne Flufenacet – So geht’s!
Peter Krings, Grower Marketing Manager

Mit Blick auf den nächsten Herbst ist die Flufenacet-freie Herbizidkombination Mateno® Trio Set besonders hervorzuheben. Die Produktlösung konnte im letzten Herbst bereits überzeugen. Das Set besteht aus Mateno® Duo mit den Wirkstoffen Aclonifen und Diflufenican und Cofeno mit dem Wirkstoff Prosulfocarb. Diese Kombination nutzt drei sich ergänzende Wirkmechanismen, um eine breite Wirkung gegen Ungräser und Unkräuter sicherzustellen, was insbesondere auf Standorten mit Resistenzproblemen neue Perspektiven eröffnet. Gerade in Regionen mit zunehmendem Gräserdruck ist eine wirkungsstarke und breit aufgestellte Herbstbehandlung entscheidend. Die drei Wirkstoffe des Mateno® Trio Sets sorgen für eine frühzeitige und langanhaltende Gräserkontrolle. Je nach Indikation betragen die Aufwandmengen 0,35–0,7 l/ha Mateno® Duo + 1,5–3,0 (5,0) l/ha Cofeno.

Aktuelle Erkenntnisse bei der Krankheitsbekämpfung im Getreide: Neues Cayunis® Xpro Set
Philip Loch, Market Development Manager

Im Segment der Getreidefungizide bietet Bayer führende Lösungen für alle bedeutenden Infektionskrankheiten. Die verschiedenen Rostarten im Getreide haben unterschiedliche Ansprüche an die Witterung und können daher über einen relativ langen Zeitraum eine Gefahr für das Getreide darstellen. So tritt der Gelbrost vor allem bei kühl-feuchter Witterung bereits früh in der Saison auf. Wenn später im Verlauf der Vegetation die Temperaturen und die Sonneneinstrahlung steigen, herrschen ideale Infektionsbedingungen für die verschiedenen Braunrost-Arten in Weizen, Gerste (Zwergrost) und Roggen. Einmal im Bestand, kann sich Rost sehr schnell ausbreiten.

Neben Rostarten bleiben weitere Krankheiten, wie zum Beispiel Septoria und verschiedene Gerstenkrankheiten, relevant und können zu hohen Ertragseinbußen führen. Gerade auch bei Septoria tritici, Netzflecken und Ramularia sind Resistenzen gegen verschiedene Wirkstoffgruppen keine Seltenheit. Bei der chemischen Bekämpfung durch Fungizide sollten daher verschiedene Wirkstoffe miteinander kombiniert werden, auch um einer Ausbreitung von Resistenzen vorzubeugen.

Der Fokus beim Schutz des Getreides liegt in der innovativen Kombination leistungsstarker Wirkstoffe. Hervorragend gelungen ist das in dem neuen starken Cayunis® Xpro Set, eine 4er Kombination mit den Wirkstoffen Trifloxystrobin, Spiroxamin, Bixafen und Prothioconazol. Cayunis® Xpro Set bietet vollen Schutz gegen Mehltau, Rost, Septoria und Blattfleckenkrankheiten in allen wichtigen Getreidearten, unter anderem durch den Einsatz der bewährten Xpro-Technologie. Hervorzuheben bei Cayunis® Xpro Set ist die gute Dauerwirkung und die Vorteile für das Resistenzmanagement aufgrund der vier verschiedenen Wirkstoffe. Auch die bewährte Leafshield-Formulierung sichert die Wirkung zusätzlich ab und ermöglicht einen Einsatz bei engen Zeitfenstern oder ungünstigen Bedingungen, wie zum Beispiel Tau. Der Haupteinsatzzeitraum liegt im voll ausgebildeten Blattapparat der Kulturen. Cayunis® Xpro Set ist flexibel einsetzbar in Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel und Triticale. Das Produkt steht für die anstehende Saison für eine begrenzte Fläche zur Verfügung. Es lohnt sich, Erfahrungen mit dem neuen Set zu machen.

Präzisionszüchtung –Führendes Sortenportfolio für alle Standorte 
Claus Plate, Grower Marketing Manager

Die Präzisionszüchtung stellt mit ersten Sorten ihren Wert unter Beweis: DEKALB® setzt neue Maßstäbe mit Sorten, die ein hohes Ertragspotenzial haben und auch unter Stressbedingungen stabil hohe Erträge liefern. Durch das integrierte Zusammenspiel von Züchtung, Forschung, Versuchswesen und praxisnaher Beratung entsteht ein Fortschritt, der sich direkt auf den landwirtschaftlichen Erfolg überträgt.

Seit Jahren demonstrieren die DEKALB®-Sorten ihre herausragenden Leistungsfähigkeiten unter den unterschiedlichsten Wetter- und Anbaubedingungen in den Landessortenversuchen (LSV) der Länderstellen. Besonders in Jahren mit extremen Witterungsbedingungen haben diese Sorten eindrucksvoll bewiesen, was in ihnen steckt: hohe Erträge und vor allem eine außergewöhnliche Ertragsstabilität über verschiedene Standorte, Regionen und Jahre hinweg. Diese Zuverlässigkeit im Feld ist das Ergebnis gezielter Züchtungsstrategien. Durch den Einsatz moderner Techniken werden die Sorten bereits während der Züchtung auf reale Praxisbedingungen vorbereitet – von Trockenstress bis hin zu Schädlingsdruck.

Mit Konzepten wie ExtraRobust und SiloExtra steht Landwirten ein Portfolio zur Verfügung, das auf Stabilität, Qualität und Vielseitigkeit ausgelegt ist. Sorten mit ausgeprägtem Stay-Green, starker Jugendentwicklung, hoher Toleranz gegenüber Trockenstress sowie erstklassigen Futter- und Biogaseigenschaften bieten Sicherheit in einem zunehmend anspruchsvollen Anbauumfeld. Die Praxis bestätigt diese Stärken Jahr für Jahr – ob in der Silage-, Biogas- oder Körnernutzung.

Körnermais – wirtschaftlich, vielseitig und bodenfördernd
Körnermais gehört zu den wirtschaftlich stärksten Kulturen auf dem Acker. Dank seiner hohen Ertragsleistung, der starken N‑Effizienz und dem Verbleib großer Mengen organischer Substanz trägt Körnermais außerdem zur Bodenfruchtbarkeit und Humusbildung bei. Gleichzeitig ist Körnermais außergewöhnlich vielseitig verwertbar – von der Fütterung über CCM und Feuchtmais bis hin zu industriellen Anwendungen, wie Stärke oder Lebensmittelrohstoffen. Die DEKALB®‑Genetik von Bayer überzeugt durch eine sehr hohe Ertragsleistung und zudem durch ein sehr gutes Dry Down, wodurch die Körner sehr rasch Wasser abgeben können, und mit niedrigerer Feuchte geerntet werden können – ein Plus für die Marktleistung pro Hektar. Neuzulassungen ergänzen das Portfolio Die aktuellen neuen Zulassungen DKC 3464 und DKC 8468 stärken das Portfolio genau dort, wo Betriebe heute die größten Herausforderungen haben: bei Ertragssicherheit, Futtereffizienz und vielseitiger Nutzung. Beide Sorten passen ideal in unser mittelfrühes Segment und ergänzen das Angebot zwischen bestehenden Allroundern, Biogassorten und Fütterungstypen. Sie machen unser Sortiment breiter, stabiler und leistungsstärker – ganz im Sinne einer sicheren und wirtschaftlichen Produktion. Forschung, Versuchswesen und Beratung greifen bei DEKALB® nahtlos ineinander. So entstehen nicht nur leistungsstarke Sorten, sondern auch konkrete Empfehlungen für den Praxisalltag. Landwirtschaftliche Betriebe erhalten Unterstützung bei Pflanzenschutzstrategien, Fruchtfolgegestaltung, Bodenhygiene, Aussaatstärken und der optimalen Nutzung moderner Sortenmerkmale.

Das Fazit: Präzisionszüchtung trägt große Früchte – und wird noch höheren Zuchtfortschritt ermöglichen. DEKALB® zeigt, dass echte Ertragssicherheit und Leistungsfähigkeit nur im Zusammenspiel aus modernster Züchtung, belastbaren Feldversuchsdaten und enger Partnerschaft mit der Praxis entstehen. Für Landwirte bedeutet das mehr Planungssicherheit, höhere Erträge und nachhaltigen Erfolg auf jedem Standort.

Das Beizmittel Ibisio hat eine Notfallzulassung in Deutschland erhalten. Basierend auf einem aus schwarzem Pfeffer gewonnenen Wirkstoff (Black Pepper Oleoresin, kurz BPO) macht Ibisio Saatgut und Jungpflanzen für Krähen und Tauben unattraktiv und mindert so den Saatgutfraß in Mais. Die Notfallzulassung gilt ab dem 16. Februar bis zum 15. Juni 2026, also insgesamt für 120 Tage. Sie ist auf Beizung, Import (Inverkehrbringen) und Aussaat von gebeiztem Mais-Saatgut gegen Vogelfraß beschränkt. DKC 3327 und DKC 3418 sind die Sorten, die Bayer mit Ibisio gebeizt zur Verfügung stellt. Diese Sorten bedienen sowohl den Markt für Körnermais als auch für Silomais in Deutschland.

Maisherbizide – Starke Produkte und Kombinationen für alle Ansprüche
Andreas Lagemann, Market Development Advisor

Bayer ist im Segment Maisherbizide seit vielen Jahren stark aufgestellt und Marktführer. Zuletzt kam es im Markt wiederholt zum Wegfall bodenaktiver Wirkstoffe. Im letzten Jahr hat Bayer mit zwei neuen Herbizidkombinationen, Merlin® Duo Pack und MaisTer® power Flexx mit dem boden- & blattaktiven Wirkstoff Isoxaflutol, überzeugt.

Das Merlin® Duo Pack wurde für eine breite Unkraut- und Hirsenwirkung, auch auf ALS-resistente Biotypen, entwickelt. Dank ihrer guten Residualwirkung bekämpft die Herbizidkombination aufgelaufene und nachkeimende Schadkräuter sehr schnell, effektiv und nachhaltig. Das Merlin® Duo Pack kombiniert die Herbizide Merlin® Duo und Fluva 100. Über die in dieser Mischung enthaltenen Wirkstoffe Isoxaflutole und Terbuthylazin überzeugt das Merlin® Duo Pack mit einer starken und langanhaltenden Bodenwirkung, auch bei sehr trockenen Bedingungen. Das im Pack enthaltende Mesotrione ergänzt die Wirkung gezielt über das Blatt und bekämpft zuverlässig zahlreiche Unkräuter und Hirsearten. Durch das Terbuthylazin in der Herbizidkombination wird insbesondere die Bodenwirkung von Isoxaflutole zusätzlich unterstützt und verlängert. Standorte mit Hirsen und breiter Mischverunkrautung sind dank der Kombination von boden- und blattbürtigen Wirkstoffen hervorragende Einsatzorte für die Herbizidkombination. Da das Produkt keine ALS-Hemmer (Gruppe 2) enthält, besteht auch eine gute Wirkung auf ALS-resistente Biotypen, zum Beispiel resistenten Amarant.

MaisTer® power Flexx ist die Pack-Kombination des bewährten MaisTer® power mit Merlin® Flexx. Die starke Wirkung des MaisTer® power mit den drei ALS-Hemmern (HRAC 2) wird durch die ausdauernde, zusätzliche Bodenwirkung des Isoxaflutols im Merlin® Flexx flankiert, auch ohne Terbuthylazin. Die Besonderheit an diesen Wirkstoffkombinationen ist, dass beide Pack-Komponenten eine Boden- & Blattwirkung aufweisen. Hierdurch wird eine sehr schnelle und sich gegenseitig verstärkende Wirkung auf ein breites Unkrautspektrum abgesichert. Zusätzlich trägt die Zusammenstellung aus Sulfonylharnstoff und Triketon zu einem aktiven Resistenzmanagement bei und kann somit einer Resistenzbildung bei den Sulfonylharnstoffen entgegenwirken.

Bei beiden Herbizidlösungen werden zeitige Einsatztermine bis zum 3-Blattstadium empfohlen. Dies steht im Einklang mit der guten landwirtschaftlichen Praxis, die Verunkrautung im Mais frühzeitig auszuschalten, um Ertragsdepressionen entgegenzuwirken. Adengo®, MaisTer® Power, Laudis® und Laudis® Plus vervollständigen das Herbizidsortiment von Bayer im Mais. Ob im Vor- oder Nachauflauf, ob Einmalbehandlung, Spritzfolge oder Nachbehandlung, ob mit oder ohne Terbuthylazin – Bayer bietet für alle Situationen die passenden Lösungen bei den Maisherbiziden.

Lücken im Zuckerrüben- und Kartoffelanbau – Neue Produkte und Lösungen
Andreas Lagemann, Market Development Advisor

Für Zuckerrüben und Kartoffeln bestehen derzeit deutliche Pflanzenschutzlücken wegen fehlender oder wegefallender Wirkstoffe, regulatorischer Blockaden bei Neuzulassungen und neuen Schaderregern. Insbesondere die Schilf-Glasflügelzikade verursacht erhebliche Schäden an Zuckerrüben und Kartoffeln (aber auch bei einer zunehmenden Zahl heimischer Gemüsearten), für die bislang kaum wirksame Gegenmittel existieren. Im Kartoffelanbau bereiten Resistenzprobleme neuer oder aggressiver Phytophthora-Stämme Probleme und reduzieren die Wirksamkeit bestehender Fungizide, was die Bekämpfungsoptionen weiter einschränkt.

Ein wichtiger Meilenstein ist die neu zugelassene hochwirksame systemische Insektizidbeize Buteo Start für die Zuckerrübe mit dem Wirkstoff Flupyradifurone. Der Wirkstoff ist der einzige Wirkstoff aus der Klasse der Butenolide (4D IRAC classification). Zugelassen ist Buteo® Start gegen Moosknopfkäfer, Erdflöhe, Drahtwurm, Tausendfüßler und Rübenfliege. In der Praxis stabilisiert Buteo® Start die Jungpflanzen in einer kritischen Phase. Die Einschränkung für drainierte Flächen wurde kürzlich aufgehoben. Damit kann mit Buteo® Start gebeiztes Saatgut auf allen Flächen ausgesät werden.

Bei den Rübenherbiziden hinterlässt der Wegfall des Herbizids Debut eine große Lücke im Bereich der blattwirksamen Produkte. Es ist noch mehr Aufmerksamkeit der Betriebsleiter gefordert. Betanal® Tandem + Mero® als Packkonzept bietet hier einen flexiblen Grundbaustein. Die Ölmenge kann je nach Witterung variiert werden, sodass auch größere Unkräuter bekämpfbar bleiben – und das ohne mehr Wirkstoffaufwand.

Für das Insektizid Sivanto® prime hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Jahr 2025 eine Notfallzulassungen gegen Schilf-Glasflügelzikaden als Bakterienvektoren in Zuckerrüben (und Kartoffeln) erteilt. SBR (Syndrome Basses Richesses = Syndrom der niedrigen Zuckergehalte) und Stolbur sind dabei die durch die Schilf-Glasflügelzikaden übertragenen bakteriellen Krankheiten, die in Deutschland immer weitere Kreise ziehen. Parallel hat Bayer im letzten Jahr Versuche zur Wirksamkeit angelegt. Bei Sivanto® prime handelt es sich um ein systemisches Insektizid mit dem Wirkstoff Flupyradifurone. Der Wirkstoff Flupyradifurone gehört zur Wirkstoffklasse der Butenolide (Wirkstoffgruppe 4D). Wenn der Antrag der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker und anderer Verbände auch in diesem Jahr wieder bewilligt wird, wird Bayer wieder das Insektizid Sivanto prime zur Verfügung stellen. Gleiches gilt für das Insektizid Decis forte. Mit beiden Insektiziden liefert Bayer einen wichtigen Baustein im integrierten Vorgehen gegen die erhebliche Schilf-Glasflügelzikaden-Problematik in der deutschen Landwirtschaft.

Bei Kartoffeln stellt vor allem die Kraut- und Knollenfäule die Betriebe vor immer größere Probleme. Neue Stämme (EuroBlight-Typen) der Kraut- und Knollenfäule breiten sich rasant aus, sind meist aggressiver und gegen viele eingesetzte Fungizide resistent. Somit können Mittel ihre Wirksamkeit gegen die Kraut- und Knollenfäule verlieren. Der Bedarf an leistungsfähigen Fungiziden, wie das Mischprodukt Infinito (FRAC-Gruppe 42 und Gruppe 28), wird steigen. Mit dem Wirkungsmechanismus von Fluopicolide in Infinito stellt Bayer einen wichtigen Baustein für das Resistenzmanagement in der Hauptwachstumsphase zur Verfügung.

Serenade® Soil Activ ist eine biologisch-fungizide Beize auf Basis eines lebenden Bodenbakteriums. Nach dem Ausbringen besiedeln die Bakterien von Serenade® Soil Activ die Pflanzenwurzeln. Die Pflanze versorgt die Bakterien mit Wurzelexsudaten. Im Gegenzug schützen die Bakterien von Serenade® Soil Activ die Pflanzenwurzeln, Ausläufer und Knollen vor bodenbürtigen Krankheiten wie Rhizoctonia und Silberschorf. Darüber hinaus unterstützt Serenade® Soil Activ die Pflanze bei der Wurzelbildung und verbessert so die Nährstoffaufnahme. Ein weiterer Vorteil: Geringere Glykoalkaloidbildung und damit langsameres und geringeres Ergrünen des Erntegutes unter Lichteinfluss.

Die zielgenaue Anwendung von Herbiziden im Vorauflauf in Kartoffeln wird in der Saison 2026 erheblich an Bedeutung gewinnen. Denn mit dem Wegfall des Wirkstoffes Metribuzin fehlt zukünftig ein wichtiger Baustein für Anwendungen im Vorauflauf aber auch für gezielte Applikationen im Nachauflauf, um später auflaufende Unkräuter (wie zum Beispiel Nachtschatten, größere Kamille) zu kontrollieren.

Bandur® zeigt als Basiskomponente eine hohe und breite Wirkungssicherheit gegenüber zahlreichen einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern. Je nach Verunkrautung müssen weitere Mischpartner zugegeben werden. Ein besonderes Augenmerk sollte hierbei auf das Wirkungsspektrum von Metribuzin gerichtet werden. Ohne dessen Einsatz werden sich in der Saison 2026 bislang wenig beachtete Problemunkräuter etablieren.


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Presse-Information

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