Monheim, 07.05.2026
Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) stellt im Maisanbau ein zunehmend gravierendes pflanzenbauliches Problem dar. Die invasive Art breitet sich seit Jahren rasant aus. Während im Jahr 2020 noch rund 20.000 Hektar betroffen waren, wurde die befallene Fläche für 2025 bereits auf über 300.000 Hektar geschätzt. Diese Entwicklung verdeutlicht eine exponentielle Ausbreitung, insbesondere in den Maisanbauregionen Nordwestdeutschlands.
Die Bekämpfung ist aufgrund der Biologie der Pflanze besonders schwierig. Erdmandelgras vermehrt sich überwiegend vegetativ über unterirdische Rhizome und langlebige Erdmandeln, die im Boden über mehrere Jahre keimfähig bleiben. Viele aktuell verfügbaren selektiven Herbizide erfassen den aufgelaufenen oberirdischen Aufwuchs des Erdmandelgrases in der Regel zuverlässig. Die im Boden befindlichen Erdmandeln werden jedoch nicht oder nur unzureichend beeinflusst. Diese überdauern im Boden, vermehren sich dort exponentiell und führen in den Folgejahren zu erneutem und zunehmend stärkerem Auflaufen. Dadurch nimmt der Befallsdruck von Jahr zu Jahr weiter zu, mit entsprechend wachsenden Ertrags- und Bewirtschaftungsproblemen.
Zur Eindämmung dieser Entwicklung steht mit MaisTer® power im Rahmen einer Notfallzulassung nach Artikel 53 der Verordnung (EG 1107/2009) eine Anwendungsmöglichkeit über den regulären Zulassungszeitraum hinaus bis BBCH 17–18 zur Verfügung. Für die Anwendung im Rahmen der Notfallzulassung ist eine Unterblattspritzung mit geeigneter Anwendungstechnik vorgesehen, um das bereits hochgewachsene Erdmandelgras gezielt über das Blatt zu erfassen und gleichzeitig die Kulturpflanze zu schonen.
Versuchsergebnisse der Pflanzenschutzdienste zeigen, dass MaisTer® power im Vergleich zu allen im Markt verfügbaren selektiven Herbiziden die höchste Wirkung hinsichtlich der Reduzierung der Erdmandeln erzielt.
Die Notfallzulassung gilt vom 4. Mai 2026 bis zum 31. August 2026 für 120 Tage. Die zugelassene Menge beträgt 150.000 Liter. Dies entspricht einer Behandlung von circa 100.000 Hektar.
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Presse-Information