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Raps - Saatgut

Resistenz gegen Rapskrankheiten und Schädlinge – das kann der Raps der Zukunft

Viele Landwirte kämpfen mit Rapskrankheiten wie Wurzelhalsfäule (Phoma lingma) oder Weißstängeligkeit (Sclerotinia). Rapszüchterin Corinna Wesemann erklärt, wie die neuen robusten Rapssorten mit verbessertem Ölertrag von Bayer den Anbau durch neue Eigenschaften nachhaltig vereinfachen.

Rapskrankheiten – die modernen Schwierigkeiten beim Rapsanbau

Der Rapsanbau an sich bringt schon viele Herausforderungen mit sich: immerhin stehen die Pflanzen mehr als 300 Tage auf dem Feld. Landwirte sehen sich heutzutage aber auch vielen zusätzlichen Schwierigkeiten konfrontiert: der Einsatz etablierter Pflanzenschutzmittel wird immer stärker reguliert und die Resistenzen gegen bewährte Fungizide und Insektizide nimmt zu, sodass sich Schädlinge und Krankheiten, wie der Rapserdfloh oder die Wurzelhalsfäule (Phoma lingma), beim Raps weiter ausbreiten.

„Der Krankheits- und Schädlingsdruck nimmt beim Rapsanbau deutlich zu.“, erklärt Rapszüchterin Corinna Wesemann, „Anderseits mehren sich extreme Wetterereignisse und Veränderungen der Jahreszeiten, etwa in Form von milden Wintern oder heißen, trockenen Sommern. Schließlich machen auch abnehmende Pflanzenschutzlösungen immer robustere Pflanzen nötig.“. Für die Züchterin auf der Hand, dass Innovation im Saatgutbereich in Zukunft wichtiger seien als je zuvor.

Corinna Wesemann, Rapszuechterin bei Bayer
Es kommt es vor allem auf die Kombination aus innovativen Merkmalen an.
Corinna Wesemann, Rapszüchterin bei Bayer

Langfristige Ertragsstabilisierung durch innovative Rapssorten

Mit Hochdruck forscht Bayer deshalb an innovativen Lösungen und entwickelt sein DEKALB-Portfolio an resistentem Saatgut mit optimalen Ölertrag kontinuierlich weiter.

„Wichtig für den Erfolg unserer Sorten sind die vielfältigen Eigenschaften, die den Raps vor Witterungseinflüssen, Schädlingen sowie Krankheiten schützen und die Bestandsetablierung fördern“, sagt Corinna Wesemann, die zuständig für die Rapszüchtung bei Bayer ist. „Man kann aber nicht einfach nur ein oder zwei Eigenschaften herausgreifen. Neben klassischen  Sortenvorteilen kommt es vor allem auf die Kombination aus innovativen Merkmalen an.“. Dazu zählen für die Züchterin neben einem hohen Ölertrag und der Resistenz gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus auch eine hervorragende Kompensationsfähigkeit bei verringerter Stickstoff-Düngung. Mit dieser punktet die neueste DEKALB-Hybridgeneration. Die Sorte DK Immortal CL beispielsweise kombiniert die Resistenz gegen den Wasserrübenvergilbungsvirus mit einer Imazamox-Resistenz.

Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten – Die innovative Raps-Gegenwart bei Bayer

Schon heute kann Bayer durch innovative Rapssorten punkten, die eine ganz neue Resistenz und Robuste aufweisen. In der aktuellen Saison kommen gleich zwei neue Sorten in das Sortiment: DK Plasma und DK Exbury. Durch die Kombination von Merkmalen wie der RLM7-Phomaresistenz und der Wasserrübenvergilbungsvirusresistenz erhöht sie die Anbausicherheit und den Ölertrag vom Raps. Etablierte Resistenzgene greifen ineinander und schützen die Rapspflanzen gegen mehrere Rapskrankheiten gleichzeitig – ein wirksamer Schutz vor Kohlhernie, Wasserrübenvergilbungsvirus und Phoma Lingam beim Raps.

Die neuen Sorten punkten mit

Für welche Hybride sollten sich Landwirte also in Zukunft entscheiden?

„Der Landwirt sollte eine robuste Hybride wählen, die zusätzlich genau diejenigen Eigenschaften aufweist, die die zu seinem Anbausystem und individuellen Herausforderungen am besten passen“, betont Wesemann. „Bei der Züchtung stehen bei DEKALB vor allem sehr gute Pflanzengesundheit und sehr hoher Ölertrag im Mittelpunkt – auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Zudem arbeiten wir an Effizienz-, Resistenz- und Qualitätsmerkmalen, um das Ertragspotenzial maximal auszuschöpfen.“ Mit diesem Spektrum an Möglichkeiten und Merkmalen profitieren Landwirte von größtmöglicher Flexibilität bei Aussaat und Ernte und können gezielt gegen Rapskrankheiten vorgehen.