Agrar Magazin / Biodiversität

Peter R. Müller zum Insektenschutzpaket
Biodiversität

Insekten schützen UND Ernten sichern: Kommentar zum Insektenschutzpaket

Durch seine Nachhaltigkeitsstrategie stellt sich Bayer dem Kampf gegen den Klimawandel und bekennt sich für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Nur wenn hier zügig Fortschritte auch durch innovative Instrumente erreicht werden, können in Zukunft gut 10 Milliarden Menschen im Rahmen der planetaren Grenzen ernährt werden. Eine nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft ist hierfür unumgänglich.
Dem maßvollen, punktgenauen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kommt hierbei eine Schlüsselfunktion zu. Pflanzenschutzmittel dienen dazu, Ernten zu sichern. Gleichzeitig beeinflussen sie zweifelsohne die Umwelt. Die in dieser Woche getroffenen politischen Entscheidungen zum „Insektenschutzpaket“ sollen dem Rechnung tragen. Hiermit wird die Möglichkeit eröffnet, die aufgeladene und teilweise polarisierende Diskussion rund um „Landnutzer und Landschützer“ zu befrieden. Denn gerade vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen ist der Schulterschluss zwischen der modernen und nachhaltigen Landwirtschaft – und seinen vor- und nachgelagerten Stufen - und der Zivilgesellschaft ein Gebot der Stunde. Alle Beteiligten müssen hierfür einen Beitrag leisten.

Prinzip der Wissenschaftlichkeit muss Maßstab aller Entscheidungen sein

Vor diesem Hintergrund hat sich Bayer bereits deutlich vor den Entscheidungen von Bundestag und Bundesrat dazu verpflichtet, den bereits vergleichsweise geringen Umweltabdruck der Pflanzenschutzmittel von Bayer um weitere 30 % zu reduzieren. Folge der konsequenten Umsetzung dieser Standards ist, dass wir unser Portfolio anpassen und bereits angefangen haben, zwölf Wirkstoffe bis spätestens 2026 aus unserem Angebot zu nehmen. Diese Maßnahmen erfolgen auf Basis objektiver wissenschaftlicher Analysen und Empfehlungen.
Genau dieses Prinzip der Wissenschaftlichkeit muss der Maßstab aller Entscheidungen für den Land- und Ernährungssektor sein. Ein weiteres Beispiel hierfür ist die eindrucksvolle Schlussfolgerung der vier nationalen Behörden zur Risikoabschätzung aus Frankreich, den Niederlanden, Schweden und Ungarn über die geringen negativen Auswirkungen von Glyphosat auf Umwelt und menschliche Gesundheit bei sachgemäßer Anwendung. Der überwiegende Großteil von Gesellschaft und Politik verlassen sich bei den großen Menschheitsthemen auf die Wissenschaft. Genau diese faire und sachlich fundierte Betrachtungsweise muss auch bei der Beurteilung der modernen und nachhaltigen Landwirtschaft zur Anwendung kommen.

Peter R. Müller
Geschäftsführer Bayer CropScience Deutschland

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