Agrar Magazin / Mais - Saatgut

Maisernte-Kolbenquerschnitt
Mais - Saatgut

Starke Partner: Test bestanden!

Die gesamte Mais-Saison 2021 konnten die DEKALB-Saatgutberater Felix Tank und Leonhard Wiedemann mit ihren Partnerbetrieben eine spannende Aktion begleiten: So entschied unser Mitarbeiter für ein Teilstück des Anbaus eine Variante der Aussaat und der Landwirt wählte für die zweite Variante eigenständig Sorte und Aussaatstärke. Nun ist die Ernte abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor. Welche Aussaatstärke hat letztlich beim Ertrag die Nase vorn?

Was passierte von Aussaat bis zur Ernte?

Alle Details zu den Arbeiten auf den Betrieben und der Anbausaison mit ihren Herausforderungen können Sie im Artikel "Starke Partner stellen sich dem Test" lesen. 
Starke Partner Aktion 2021 - So funktioniert's!

Die Betriebe & die Aussaatstärken

ALFONS HUBER

In ClimateField View wurde mit dem hinterlegten Algorithmus die unten zu sehende Applikationskarte erzeugt. In den unterschiedlichen Farben sieht man die vier Zonen, die die vom System generierten Saatstärken anzeigen: Ihnen liegen unterschiedliche Ertragserwartungen zugrunde.

Als Vergleich dient die betriebsübliche Variante (grau gezeichnet) in diesem Fall mit 85.000 Körner/ha. Die Ertragserwartung vom Landwirt sind 14 Tonnen. Letztlich wird bei der Ernte dann diese Variante als Streifen separat verwogen um einen Vergleich zur ClimateField View-Vorgabe zu erhalten.

ClimateField View Ansicht beim Betrieb Huber

MILCHHOF SARLHUSEN

Beim Betrieb von Hans Hinerk Scheel wurde das Feld genau in der Hälfte geteilt: Dort tritt er mit seine selbst gewählte Aussaatstärke von 7 Pflanzen/m² gegen die der variablen Aussaatstärke an, die Felix Tank empfohlen hat.
Auf der Aussaatkarte erkennt man den Unterschied zwischen variabler und betriebseigener Aussaat. Die variable Aussaat (grün) variiert zwischen 8,8 und 9,5 Körnern pro m², die betriebseigene Aussaat ist immer 7,3 Körner/m².
Aussaatstaerke-Betrieb-Scheel
Aussaatkarte Milchhof Sarlhusen

Einheitliche Aussaatstärke von 7 Pflanzen links und rechts variabel.

Maisernte 2021

maisernte 2021
Ernte von oben

Drohnenaufnahme der Maisernte

5 % Mehrertrag!

Die variable Aussaatstärke hat im Vergleich mehr Ertrag und auch bessere Trockenmassenwerte ergeben!
- Leonard Wiedemann über den Erfolg der FieldView -Variante
So unterschiedlich, wie auch die Betriebe sind, so unterschiedlich gestaltete sich die Maisernte in diesem Jahr. Während einige bereits früh in die Ertragsermittlung gehen konnte, standen in vielen Gebieten Deutschlands noch die Kolben zum Abreifen. Letztlich ist aber überall die Silo-Mais Ernte abgeschlossen worden. Die DEKALB-Berater waren dabei, um möglichst schnell herauszufiltern, ob die variable Aussaatstärke (FieldView unterstützt) oder die traditionelle Anbauweise die bessere Variante war. Hier die Ergebnisse im Detail:

Ernteergebnis: ALFONS HUBER

Die Erwartungshaltung vom Betriebsleiter Alfons Huber von 14 Tonnen (s. auch im Artikel "Starke Partner stellen sich dem Test") zeigt, dass er seinen Betrieb sehr gut kennt. Tatsächlich bewegten sich die Ergebnisse in der betriebseigenen Variante genau in diesem Gebiet. Die Climate FiledView-Variante mit der variablen Aussaatstärke brachte allerdings MEHR Tonnen von der gleichen Grundfläche. Letztlich erntete man hier 154 dt/ha, das sind 5% Mehrertrag gegenüber der regulären Betriebsfläche.

Ernteergebnis: Milchhof Sarlhusen

In Schleswig-Holstein sind sich Hans Hinnerk Scheel und Felix Tank einig: Es ist äußerst ratsam auf die variable Aussaat zu setzen. Sie sorgt für eine gleichmäßigere Ernte auf der gesamten Fläche und sorgt gerade auf den schlechteren Abschnitten der Fläche für Mehrertrag. Das zeigen auch die entsprechenden Karten, die über FieldView bereitgestellt wurden:

Der TS-Gehalt unterscheidet sich nicht signifikant zwischen den verschiedenen Aussaaten. Die hohen TS-Zahlen von im Schnitt 40 % Trockensubstanz resultieren von der 80 cm hohen Häckselhöhe, das sorgt für circa 4,5 % mehr Restfeuchte als bei einer durchschnittlichen Häckselhöhe.
Beim Frischmasseertrag liegt der Großteil der betriebseigenen Aussaat zwischen 27,5 und 35 Tonnen Frischmasse bei circa 40 % Restfeuchte, während die variable Aussaatstärke in den meisten Abschnitten zwischen 35 und 42,5 Tonnen Frischmasse bei 40 % Restfeuchte liegt. Es gibt auf beiden Flächen Außreißer nach oben, aber gerade da, wo die Abschnitte weniger ertragsstark waren, sieht man den Unterschied zwischen variabler und betriebseigener Aussaat stark.
In den ertragsschwachen Abschnitten unterscheidet sich der Trockenmasseertrag um circa 3 Tonnen (variable Fläche= 15,5 t TM/ha; betriebseigene Fläche= 12,6 t TM/ha).


  • Frischmasse-Ertrag Milchhof Sarlhusen 2021
    Frischmasseertrag Ernte 2021 Milchhof Sarlhusen
  • Trockensubstanz Karte Milchhof Sarlhusen 2021
    Trockensubstanz-Karte Ernte 2021 Milchhof Sarlhusen

Über alle teilnehmenden Betriebe hinweg zeigte sich deutlich, dass die Nutzung der Variablen Aussaatstärke von FieldView sich positiv auswirkt. Felix Tank stellte bei seinem Partnerbetrieb (Milchhof Sarlhusen) fest, dass die Wachstumsunterschiede während der Saison sich auch in der Trockenmasse bemerkbar machten. Leonard Wiedemann konnte einen Mehrertrag von mehr als 5% auf seiner FieldView-Fläche verzeichnen.

Tilman Puls - FieldView
Das Besondere an FieldView ist die Möglichkeit, dass sich durch die Auswertung der Teilflächendaten unmittelbar schlussfolgern lässt, welche Maßnahme sich in welchem Umfang tatsächlich gelohnt hat. Zudem sind differenzierte Empfehlungen – welches Saatgut passt wo am besten, wie sollte die Düngerstrategie aussehen, welches Pflanzenschutzmittel passt auf welcher Teilfläche – möglich. Getreu dem Motto „Mache jeden ha Deines Betriebes mit FieldView zur Versuchfläche“ kann mit FieldView jeder Landwirt im Prinzip seinen individuellen Feldtag mit entsprechenden Versuchsanstellungen auf den eigenen Flächen etablieren – und dies nicht nur kultur- oder sortenbezogen sondern auf Basis einer differenziert bewirtschafteten Fahrgasse, Teilfläche oder Bodenart.
Tilman H. Puls - Climate Field Product Specialist

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