Agrar Magazin

Raps will sorgfältig umsorgt werden

Herausforderungen im Rapsanbau meistern

Wer Raps auf seinen Feldern anbaut, integriert eine profitable Kulturpflanze in seiner Fruchtfolge. Doch bietet der Rapsanbau nicht nur Vorteile – er birgt auch Risiken, die sich negativ auf den Ernteerfolg auswirken. Mit der richtigen Sorte legen Landwirte den richtigen Grundstein und schöpfen das Ertragspotenzial maximal aus. Durch geschickte Bewirtschaftung meistern sie zudem die Herausforderungen vom Krankheits- und Schädlingsbefall über eine verminderte Stickstoffdüngung bis hin zu Witterungseinflüssen. Lesen Sie hier, wie das gelingt.

Raps - Gut für’s Ökosystem

Gemeinsam mit Winterweizen und Wintergerste ist Raps ein wichtiger Baustein in der klassischen dreigliedrigen Fruchtfolge. Er wirkt sich auf das gesamte Ökosystem am Standort aus: Winterraps erhöht den Vorfruchtwert von Winterweizen um bis zu 20 Prozent, denn die Kulturpflanze ist ein idealer Stickstofflieferant für nachfolgende Kulturen. Das steigert die Profitabilität. Gleichzeitig verbessert Raps die Bodenqualität durch eine tiefe Wurzeldurchdringung im Erdreich und beschattet durch das sich früh ausbildende Blattwerk den Boden. Die Folge: Landwirte können die maschinelle Bodenbearbeitung reduzieren. Weil im Raps meist andere Herbizid-Wirkstoffgruppen zum Einsatz kommen als in Gerste oder Weizen, sinkt zudem der Selektionsdruck von Unkräutern und Ungräsern.
Phomainfektion am Raps
Phomabefall

Phoma-resistentes Rapsaatgut hilft, Erträge zu sichern.

Raps

Herausforderungen im Rapsanbau

Raps ist eine arbeitsintensive Kultur. Neben einem gut aufbereiteten Saatbett ist die Pflanze auf eine hohe Bodenfeuchte angewiesen. Gleichzeitig nehmen Krankheiten wie die Kohlhernie, die die Rapswurzeln angreift, und der Schaden durch den Rapserdfloh zu. Darauf müssen Landwirte achten:

Anspruchsvolle Aussaatbedingungen

Ein feinkrümeliges Saatbett und eine hohe Bodenfeuchte sind essenziell für eine ertragreiche Aussaat. Zudem beschränken die lange Standzeit im Feld von gut 300 Tagen und die kurze Wachstumsphase vor den Wintermonaten den Saatzeitpunkt auf Mitte August bis Anfang September.

Empfindliche Wuchsphase

Zwar ist Raps eine winterharte Pflanze. Doch bleibt der Kultur nur ein kurzes Zeitfenster, um sich gesund zu entwickeln und mit möglichst vielen Blätter am Stängel zu überwintern ohne zu überwachsen.

Unberechenbarer Klimawandel

Das Rapskorn benötigt viel Feuchtigkeit, um zu keimen. Doch zunehmende und langanhaltende Dürreperioden lassen den Oberboden verkrusten und erschweren den Rapsanbau. Heftige Niederschläge und Hagelschauer lassen in späteren Wachstumsphasen die Schoten frühzeitig platzen. Beides kann zu gravierenden Ernteausfällen führen.

Verschärfte Düngeverordnung

Landwirte sind angewiesen, in den „roten Gebieten“ den Stickstoffgehalt im Grundwasser zu senken. Die um 20 Prozent reduzierte Stickstoffdüngung hemmt das gesunde Pflanzenwachstum und macht die Kultur anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Krankheits- und Schädlingsbefall

Raps hat vielerorts mit Phoma, der Wurzelhals- und Stängelfäule, zu kämpfen. In vielen Regionen zählt die Kohlhernie zu den verbreiteten Rapskrankheiten. Seit einigen Jahren erkranken Rapskulturen verstärkt am Wasserrübenvergilbungsvirus.

Wegfallende Wirkstoffe

Strenge politische Reglementierungen führen dazu, dass bewährte Beizlösungen oder Insektizide wegfallen.

Ertragreiche Ernte einfahren

Ein gesundes Pflanzenwachstum ist die Basis für hohe Ernteerträge. Mit dem passenden Saatgut können Landwirte unterschiedlichen Herausforderungen begegnen:

•    Bestandesetablierung
Für hohe Rapserträge muss die Kultur widerstandfähig gegen Krankheiten, Schädlinge und Witterungseinflüsse sein. Dafür muss Raps gesund durch den Winter kommen; doch es bleibt nur ein kurzes Zeitfenster, in dem die Pflanze möglichst viele Blätter entwickeln muss. Unser DEKALB-Saatgut sorgt für eine rasche Entwicklung im Herbst. Es eignet sich nicht nur für das klassische Zeitfenster von Mitte August bis Anfang September, sondern lässt sich auch gut zu einem späteren Zeitpunkt unter eingeschränkten Bedingungen aussäen.
•    Krankheitsmanagement
Raps muss sich vieler Krankheitserreger erwehren. Deshalb sind verschiedene DEKALB-Sorten resistent gegen einzelne Krankheiten. Dank Kohlhernie-Resistenz lassen sich Bestände schützen – trotz befallener Flächen. Die Phoma-Resistenz macht Raps weniger anfällig für die Wurzelhals- und Stängelfäule. Das Risiko von Ertragsverlusten durch TUYV (Wasservergilbungsvirus) vermindern Landwirte dank integrierter TUYV-Resistenz. Außerdem schützt DEKALB-Saatgut zuverlässig gegen die Blattfleckenkrankheit.
•    Effiziente Stickstoffversorgung
Raps braucht ausreichend Stickstoff, um gesund zu wachsen. Dank speziell entwickelter DEKALB-Sorten können sich Pflanzen im Boden vorhandenen Stickstoff besser aneignen. Das macht sie gesünder und erhöht die Ertragsleistung.
•    Winterhärte und Umwelteinflüsse
Um Auswinterungsverluste zu vermeiden, sind DEKALB-Sorten besonders winterhart und steigern das Regenerationsvermögen der Rapspflanzen. So sinkt das Krankheitsrisiko in der Kultur. Dank genetisch fixierter Schotenplatzfestigkeit lassen sich Ausfallverluste durch Hagel, Sturm und Starkregen verhindern. Weil Schoten nicht mehr frühzeitig platzen, sind Landwirte flexibler in ihrem Erntemanagement. Gleichzeitig kommt es zu weniger Ausfallraps in der Folgekultur.

Bayer steht Landwirten nicht nur mit besonders ertragsstarken Sorten von DEKALB zur Seite. Unsere Berater erarbeiten individuelle Empfehlungen und unterstützen bei allen Entscheidungen rund um Sortenwahl, Aussaattermin, Bestandsführung und Erntemanagement.

Sie haben Fragen? Melden Sie sich bei unseren Beratern!

DEKALB bietet starke Sorten, die speziell für Ihren Bedarf entwickelt wurden.  Diese Sorten werden mit unserem flächendeckenden Versuchsnetzwerk und engagierter Forschungsarbeit auf Herz und Nieren getestet:
3,000 Hybriden, getestet auf
100,000 Parzellen in Europa an
100 verschiedenen Standorten
über 370 Praxisversuche.

DOWNLOAD Rapsanbau-Leitfaden

Informieren Sie sich detailliert zu den DEKALB-Sorten und laden Sie sich in die aktuelle Rapssaatgut-Broschüre für Ihre Region hier herunter:
- LEITFADEN ZUM RAPSANBAU 2020/21 (Nord-West) - PDF
- LEITFADEN ZUM RAPSANBAU 2020/21  (Ost) - PDF
- LEITFADEN ZUM RAPSANBAU 2020/21  (Süd) - PDF

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