Agrar Magazin / Resistenzmanagement

Weidelgras
Resistenzmanagement

Weidelgras – Verbreitung in Deutschland

In immer mehr Getreideanbauflächen macht sich Weidelgras breit – dadurch entwickelt sich das Ungras in einigen Regionen Deutschlands zu einem schwer bekämpfbaren Problem. In Befallsgebieten müssen Landwirte im schlimmsten Fall mit Ertragsausfällen und erschwerten Erntebedingungen rechnen.
Die chemische Wirkstoffpalette, um das Unkraut zu bekämpfen, ist begrenzt.  Wie bei den bekannten Leitungräsern Ackerfuchsschwanz und Windhalm, gilt auch hier, eine Resistenzbildung durch ein integriertes Unkrautmanagement zu vermeiden und dadurch die Verbreitung des Weidelgrases auf der Fläche zu verhindern.

In welchen Regionen genau das Ungras bereits verstärkt auftritt, zeigen unsere Übersichten:

Bayer-Berater haben im Jahr 2021 speziell die deutschlandweite Weidelgras-Population beobachtet. Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich der Verbreitung in 2018 gegenüber 2021 im Osten Deutschlands. Übersichtskarten für jede Region geben einen detaillierten Überblick über die Verbreitung des Ungrases in den einzelnen Landkreisen. In der folgenden Übersicht finden Sie PDFs zu jeder Region zum Download.

Deutschlandweit

Die Deutschlandkarte zum Weidelgrasbefall (PDF) zeigt, wo die Verbreitung am stärksten ist.

Weidelgras - Befallenen Getreideflächen in Deutschland
Übersicht Weidelgras

Deutschlandweit breitet sich Weidelgras in Getreideflächen aus. Jede Region bringt in der Bekämpfung eigene Herausforderungen.

Baden-Württemberg

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Weidelgrasbefall in Baden-Württemberg als PDF

 

 
 

 

 

Bayern

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Weidelgrasbefall in Bayern als PDF

Brandenburg/Berlin

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Weidelgrasbefall in Brandenburg/Berlin als PDF

 

Hessen

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Weidelgrasbefall in Hessen als PDF

 

Mecklenburg-Vorpommern

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Weidelgrasbefall in Mecklenburg-Vorpommern als PDF

Niedersachsen/Bremen

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Weidelgrasbefall in Niedersachsen/ Bremen als PDF

 

Nordrhein-Westfalen

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Weidelgrasbefall in NRW als PDF

 

Rheinland-Pfalz/Saarland

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Weidelgrasbefall in Rheinland-Pfalz/Saarland als PDF

 

Sachsen

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Weidelgrasbefall in Sachsen als PDF

 

Sachsen-Anhalt

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Weidelgrasbefall in Sachsen-Anhalt als PDF

 

Schleswig-Holstein/Hamburg

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Weidelgrasbefall in Schleswig-Holstein/Hamburg als PDF

 

Thüringen

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Weidelgrasbefall in Thüringen als PDF

 
Weidelgras

Welche Maßnahmen helfen gegen Weidelgras

Die Vermehrung von Weidelgras macht deutlich: Landwirte sollten ihre Kulturen intensiv beobachten – und präventiv handeln. Speziell auf Anbauflächen, auf denen sich Weidelgras bisher noch nicht oder nur geringfügig ausgebreitet hat. Nur so bleiben die Böden frei vom Ungras und Resistenzen können sich nicht entwickeln. Doch auch bereits betroffene Gebiete müssen entsprechend behandelt werden, um zu verhindern, dass sich das Ungras weiter vermehrt.

Viele Weidelgraspopulationen weisen bereits eine Resistenz gegenüber der gängigen Frühjahrsherbizide aus der Gruppe der ALS- und ACCase-Inhibitoren auf. Daher ist die Kenntnis über den Resistenzstatus auf der Fläche wichtig, um die Bekämpfungstrategie sinnvoll planen zu können.

Das bedeutet auch, dass das Problem der Ungrasverbreitung - besonders der resistenten Pflanzen - nicht allein von Herbiziden gelöst werden kann.

„Um Weidelgras effektiv zu kontrollieren, sollte ein optimierter Herbizideinsatz mit ackerbaulichen Maßnahmen kombiniert werden“ – sagt unser Herbizid-Experte Dirk Kerlen. „Eine gute Aussaatvorbereitung ist das A und O – mittels anständiger Bodenbearbeitung durch Pflug und Grubber sollte Altverungrasung vorab bekämpft werden. Samenbürtig auflaufendes Weidelgras kann dann im Herbst gut durch Bodenherbizide bekämpft werden. Auch der Zeitpunkt der Aussaat ist sehr wichtig - ein später Saattermin kann den Ungrasdruck im Boden stark reduzieren. Helfen kann zudem eine breite Fruchtfolge – vor allem der Wechsel zwischen Winterungen und Sommerungen.

Tipp:

Da Weidelgras gleichzeitig mit dem Getreide zur Samenreife kommt, ist es besonders wichtig, die Verschleppung zwischen Flächen zu vermeiden, sprich, den Mähdrescher gründlich zu reinigen, wenn zuvor eine Fläche mit Weidelgrasbesatz beerntet wurde.

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